Sparkasse Köln Bonn - § 37 a WphG bei Swaps nicht anwendbar?

Aktien Fonds Anlegerschutz
26.01.2016249 Mal gelesen
Swaps wurden von der Sparkasse Köln Bonn überwiegend im Zusammenhang mit Finanzierungen verkauft. Dadurch ergibt sich eine klare Tendenz im Beratungsvertrag. Die Sparkasse hat schwerpunktmäßig eine Beratung zur Finanzierung erbracht.

Die Sparkasse Köln Bonn kann sich möglicherweise nicht auf eine Verjährung nach § 37 a WpHG bei Swaps berufen, wenn sie im Zusammenhang mit einer Finanzierung verkauft worden sind. Dabei liegt der Schwerpunkt der Beratung im Finanzierungsbereich. Die Folge ist, dass die Ansprüche aus Swaps nicht nach § 37 a WpHG a.F. nach 3 Jahren verjähren. Die Finanzierungsberatung unterliegt den normalen Verjährungsvorschriften nach BGB. D.h. drei Jahre ab Kenntnis und maximal 10 Jahre.

Die betroffenen Kunden müssten nicht mehr den schwierigeren Weg über eine vorsätzliche Falschberatung gehen.

Darüber hinaus ist der Verkauf eines Swaps im Zusammenhang mit einer Finanzierung nicht anlegergerecht, wenn der Swap ein beidseitiges Kündigungsrecht enthält, was bei fast allen Geschäften der Fall ist.

Insgesamt haben betroffene Kunden sehr gute Möglichkeiten gescheiterte Swapgeschäfte rückabzuwickeln und ihren Schaden ersetzt zu erhalten.


Allerdings muss unbedingt auf die 10 jährige Verjährungsfrist aufgepasst werden. So verjähren im Jahr 2016 alle Ansprüche aus Swaps aus den Jahren 2006 taggenau. Betroffenen Kunden wird empfohlen ihre Ansprüche prüfen zu lassen.