Sparkasse Holstein - negativer Euribor führt zu hohen Verlusten der Swapkunden

16.01.2016233 Mal gelesen
Die Sparkasse Holstein hat eine große Anzahl von hohen Zins Swaps ausgegeben. Insbesondere wurden damit große Windparks und Immobilienprojekte finanziert. Den Kunden hat man variable Darlehen angeboten. Die Darlehen wurden anschließend durch die Bank mit Zins Swaps gegen angeblich steigende Zinsen abgesichert.

Die Sparkasse Holstein hat eine große Anzahl von hohen Zins Swaps ausgegeben. Insbesondere wurden damit große Windparks und Immobilienprojekte finanziert. Den Kunden hat man variable Darlehen angeboten. Die Darlehen wurden anschließend durch die Bank mit Zins Swaps gegen angeblich steigende Zinsen abgesichert.

Aufgrund der aktuellen Zins Situation hat das katastrophale Auswirkungen auf die betroffenen Kunden. Oft haben die Kunden sechsstellige Schadenspositionen. Eine Besserung ist nicht in Sicht. Darüber hinaus ist die Sparkasse Holstein auf viele Kunden zugegangen und hat im Bereich der Darlehen mit den Kunden Vereinbarungen getroffen, dass bei einem negativen Euribor man sich auf einen null Zins einigt, damit die Sparkasse Holstein auf Darlehen nichts zurückzahlen muss an den Kunden. Dadurch geht bei fast allen Swaps die Konnexität verloren und die Geschäfte entwickeln sich noch schlechter für die Kunden.

Insgesamt werden dir Geschäfte durch die Entwicklung des Euribor in einen neuen Punkt angreifbar. Damit verbessert sich die rechtliche Situation der Kunden noch einmal. Der Bundesgerichtshof hat bereits zahlreiche Entscheidungen zugunsten der Kunden getroffen.

Wichtig ist allerdings, dass betroffene Kunden die Verjährung beachten. Im Jahr 2016 verjähren alle Ansprüche aus Swaps aus dem Jahr 2006 absolut. Diese Verjährung läuft taggenau. D.h. die Verjährung endet am Tag der Beratung zum Abschluss der Swaps. Wer diese Frist verpasst, verliert endgültig sämtliche Ansprüche aus seinen gescheiterten Swapverträgen.


Betroffenen Bankkunden, kann daher nur empfohlen werden, ihre Unterlagen entsprechend überprüfen zu lassen.

Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht Michael A. Leipold aus Hamburg hat sich seit 2007 auf die erfolgreiche Durchsetzung von Ansprüchen aus Swapgeschäften spezialisiert und bisher sowohl Kommunen, als auch Firmen- und Privatkunden gegenüber Banken zu vertreten.