Sparkasse Holstein - negativer Euribor wird zum Swapdesaster

17.12.2015254 Mal gelesen
Viele Kunden der Sparkasse Holstein die in Verbindung mit der Helaba Swaps zur Zinssicherung oder Zinsoptimierung abgeschlossen haben, stehen vor hohen Verlusten aus diesen Geschäften. Insbesondere seit dem der Euribor ins negative gedreht hat, sind diese Geschäfte noch verlustreicher als vorher. Oft haben sich hohe sechsstellige Verluste angehäuft.

Viele Kunden der Sparkasse Holstein die in Verbindung mit der Helaba Swaps zur Zinssicherung oder Zinsoptimierung abgeschlossen haben, stehen vor hohen Verlusten aus diesen Geschäften. Insbesondere seit dem der Euribor ins negative gedreht hat, sind diese Geschäfte noch verlustreicher als vorher. Oft haben sich hohe sechsstellige Verluste angehäuft.

Die Sparkasse Holstein ist besonders dadurch auffällig, dass sie sehr hohe Swapgeschäfte, oftmals über mehrere Millionen abgeschlossen hat. Dabei hat die Sparkasse Holstein nicht nur große Immobilienprojekte mit Swaps ausgestattet, sondern anscheinend auch sehr viele Windparks. Alle diese Projekte kommen in finanzielle Engpässe durch die abgeschlossenen Swapgeschäfte die für die Kunden so nicht vorhersehbar waren.

Besonderes interessant dürfte allerdings die Umgangsweise der Sparkasse Holstein im Zusammenhang mit dem negativen Euribor sein. Fast alle Kunden berichten davon, dass die Sparkasse in der jüngsten Vergangenheit auf die Kunden zugekommen ist und sich bezüglich der variablen Darlehen von den Kunden hat unterschreiben lassen, dass bei einem negativen Zins man sich fiktiv mit dem Kunden auf 0 % Zinsen einigt. D.h. der Zinsvorteil den der Kunde aus dem Darlehen hat, geht verloren. Im Zusammenhang mit den dahinterstehenden Swaps ist das besonders brisant. Laut Vertrag müssen nämlich die Kunden welche normalerweise den Festzins bezahlen, nun auch den negativen Teil der Bank tragen. Damit verteuert sich der Festsatz um den Zinsfaktor X. Der Swap erhält auch auf Zinsseite ein unendliches Risiko.

In der Folge beseitigt die Sparkasse Holstein die Konnexität zwischen Darlehen und Swap. "Damit eröffnet die Sparkasse Holstein ein ganz neues Spielfeld im Hinblick auf die Rückabwicklung solcher Swapgeschäfte. Nach dem die Sparkasse bzw. die HELABA bereits bei Abschluss diesen Fall offenbar bedacht hat, muss man fast von einer vorsätzlichen Falschberatung ausgehen. Zumindest von einem vorsätzlichen Organisationsverschulden." so Fachanwalt für Bank und Kapitalmarktrecht Michael A. Leipold.

Es kann daher nur dringend angeraten werden seine Unterlagen auf Falschberatung prüfen zu lassen. Insbesondere bei den Geschäften aus 2005 und 2006 laufen nur noch wenige Tage der absoluten 10 jährigen Verjährung.

Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht Michael A. Leipold hat sich seit 2007 auf die erfolgreiche Durchsetzung von Swapansprüchen spezialisiert und steht Ihnen jederzeit für ein unverbindliches Gespräch zur Verfügung.