Kreissparkasse Köln - immer mehr Geschädigte in Sachen Swaps

Kreissparkasse Köln - immer mehr Geschädigte in Sachen Swaps
07.08.2015293 Mal gelesen
Jede Woche kommen neue Geschädigte in Sachen Swaps der Kreissparkasse Köln hinzu. Den meisten wurden Zinsswaps verkauft, welche das Zinsrisiko bei bestehenden Finanzierungen absichern sollte. Dazu sind Swaps aber generell nicht geeignet. Am Ende bleibt nur der Weg zum Gericht.

Hintergrund sind sowohl Cross Currency Swaps, als auch Zins-Swap Verträge,
welche zu hohen Verlusten bei den Kunden geführt haben. Dabei handelt es
sich rechtlich um ein 'Glücksspiel', so das Oberlandesgericht München in
einer Entscheidung aus März 2012.

Die Kunden wetten auf zwei Währungen und zwei Zinssätze oder nur auf zwei
Zinssätze. Die Geschäfte sind hoch spekulativ und können zu unendlichen Verlusten bei den Kunden führen.

Genau aus diesem Grund verwundert es, dass Sparkassen wie die Kreissparkasse Köln im großen Stil diese Geschäfte verkauft haben. Bei den Sparkassen vermutet der Kunde prinzipiell eine konservative Anlagestrategie. Anders im Fall der Sparkasse
Köln Bonn und der Kreissparkasse Köln die ihre besten Kunden mit diesen Geschäften teilweise in existentielle Schwierigkeiten gebracht hat. Einzelne Kunden haben hohe
sechstellige Verluste mit den Geschäften erlitten.

Rechtlich hingegen sind Swaps schwer haltbar. Gerichte in ganz
Deutschland verurteilen Banken zur Rückabwicklung, so dass der entstandene
Schaden durch die jeweilige Bank zu tragen ist. So sind sich die Gerichte
vom Landgericht bis zum Bundesgerichtshof darüber einig, dass eine
Aufklärung par exellence hätte stattfinden müsssen und zwar für jedes
Geschäft erneut. Nach dem diese Hürde bis dato fast keine Bank vor Gericht
nehmen konnte, erhalten die betroffenen Bankunden vor Gericht Recht und
können die Geschäfte zurück geben.

Betroffenen Kunden wird daher empfohlen, ihre Unterlagen durch einen
spezialisierten Rechtsanwalt prüfen zu lassen und keinesfalls weitere
Zahlungen zu leisten.