Hypo Vereinsbank- erneuter Rückzug vor dem OLG München in Sachen Swaps

Hypo Vereinsbank- erneuter Rückzug vor dem OLG München in Sachen Swaps
18.07.2015235 Mal gelesen
Die Unicredit HypoVereinsbank scheut erneut eine Beweisaufnahme vor dem 17. Senat des OLG München in Sachen Swaps. Stattdessen zahlt Sie lieber 2/3 des Schadens und die gesamten Verfahrenskosten zur Vermeidung weiterer obergerichtlicher Rechtssprechung.

In einem weiteren Verfahren vor dem OLG München beim 17. Zivilsenat geht die HypoVereinsbank in Sachen Swaps kein Risiko ein. Bis zum Schluss versuchte sie durch die Prozessbevollmächtigten zu "pokern" und gab am Ende nach. Im Ergebnis übernahm sie 75 % des Schadens aus einem Zins-Währung-Swap (CCS) und die gesamten Prozesskosten durch zwei Instanzen.

"Das ist das typische Verhalten der HypoVereinsbank. Die Bank versucht bis zuletzt die Kunden durch eine gewisse Hinhaltetaktik zu verunsichern, in der Hoffnung das sie aufgeben. In der Vergangenheit hat sich immer wieder gezeigt, dass nur die Kunden am Ende ihren Schaden ersetzt erhalten, welche dem Druck der Bank standhalten." so Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht Michael A. Leipold.

"Die Bank lässt nichts unversucht. teilweise droht sie den Kunden sogar mit Einträgen bei der Schufa, obwohl sie weiß, dass bestrittene Forderungen der Schufa nicht gemeldet werden dürfen. so Leipold weiter.

Rechtlich gesehen hat die Bank hingegen schlechte Karten, egal ob es ein CCS, Payer Swap oder CRS ist. So hat erst kürzlich das Landgericht Traunstein in einem obsiegenden Urteil der Unicredit HypoVereinsbank eindeutig vorsätzliche Falschberatung im Zusammenhang mit Swaps bescheinigt. Alle diese Kunden wurden durch Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht Michael A. Leipold vertreten.

"Es ist allen Kunden derzeit nur zu raten auf Swaps keine weiteren Zahlungen zu leisten und Schadensersatzansprüche gegenüber der Bank geltend zu machen. Dies gilt sowohl für die Vergangenheit, als auch für zukünftige Schäden. Gerade erst hat der Bundesgerichtshof entschieden, dass Gewinne aus früheren Geschäften durch den Rahmenvertrag nicht verknüpft sind und daher auch nicht mit Verlusten aus späteren Geschäften verrechnet werden müssen." berichtet Leipold.

Aufpassen muss man hingegen bei der Verjährung. Zwingend verjähren dieses Jahr alle Ansprüche aus Geschäften des Jahres 2005. Es wird daher dringend empfohlen, schnellst möglich seine Ansprüche prüfen zu lassen und ggf. verjährungshemmende Massnahmen zu treffen.