Sparkasse Köln Bonn - beschreibt eigene Kunden als unmoralisch und unfair

Sparkasse Köln Bonn - beschreibt eigene Kunden als unmoralisch und unfair
05.07.2015308 Mal gelesen
Laut Handelsblatt beschreibt die Sparkasse Köln Bonn ihre Kunden als unmoralisch und unfair, weil sie auf ihr Recht des Widerrufs von Darlehensverträgen bestehen. Wieder einmal stellt sich die Frage was zu Erst da war. Das Huhn oder das Ei.

Verhält sich derjenige unmoralisch und unfair, welcher sich auf ein Urteil des Bundesgerichtshofs stützt oder derjenige, welcher trotz Vorlage im Gesetz bewusst eine falsche und für den Kunden nachteilige Widerrufsbelehrung verwendet.

"Aus meiner Sicht ist das einfach. Die Banken halten eine ganze Armee an Juristen bereit, um neue Gesetzesvorgaben zu prüfen und intern umzusetzen. Wenn in der Folge versucht wird seitens der Banken schlauer zu sein, als der Gesetzgeber, zum Nachteil des Kunden, darf man sich später nicht wundern, wenn sich Kunden gerichtlich wehren." so Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht Michael A. Leipold. "Mit unfair oder unmoralisch hat das nichts gemeinsam." so Leipold weiter.

Tatsache ist, dass auch die Sparkasse Köln Bonn offenbar falsche Widerrufsbelehrungen bei Darlehensverträgen verwendet hat. Folglich kann die Sparkasse selbst entscheiden, ob sie einen Widerruf vom Kunden ohne Gerichtsverfahren durchführt oder wie so oft juristisch durchfechten möchte, um die Kunden abzuschrecken.

Gem. Urteil des Bundesgerichtshof können Darlehensverträge mit falschen Widerrufsbelehrungen widerrufen werden und damit vorzeitig ohne Vorfälligkeitsentschädigung zurückgezahlt werden. Die Kunden können sich dann den jetzt günstigen Zins sichern.

Betroffene Darlehenskunden der Sparkasse Köln Bonn, sollten daher ihre Unterlagen prüfen lassen.