HypoVereinsbank - auch einfache Payer Swaps halten einer rechtlichen Prüfung nicht stand

HypoVereinsbank - auch einfache Payer Swaps halten einer rechtlichen Prüfung nicht stand
05.07.2015249 Mal gelesen
Die Unicredit HypoVereinsbank hat Swaps im ganz großen Stil verkauft. Darunter waren Cross Currency Swaps, Currency Related Swaps und auch Payer Swaps. Bisher ging es vor allem um die ersten beiden Swaparten. Seit kurzem besteht aber auch die Möglichkeit einfache Zinsswaps zu reklamieren.

Die Leipold Rechtsanwaltsgesellschaft hat sich seit Jahren insbesondere auf die Rückabwicklung von Swapgeschäften spezialisiert. Darunter waren von Beginn an auch einfache Payer Swaps. Anders bezeichnet heißen diese Geschäfte auch Zins Swaps. Anfänglich hielten die Gerichte diese Geschäfte immer für zu einfach, dass hier eine Falschberatung stattgefunden haben könnte. 

"Durch die vehemente Beharrlichkeit unserer Kanzlei, haben wir zwischenzeitlich auch bei dieser relativ einfachen Form Erfolge für unsere Mandanten erzielen können." so Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht Michael A. Leipold. "Anders als die Banken stets behaupten, sind diese Geschäfte eben keine synthetischen Festzinsdarlehen. Darüber hinaus haben sie auch kein beschränktes Risiko. Wird der Zinssatz negativ wie es derzeit ist, bekommt der Swap ein unbegrenztes Risiko. Dies wussten die Berater der HypoVereinsbank, wie es sich erst letzte Woche in einem weiteren Gerichtsprozess in München herausstellte. Damit hat die Bank vorsätzlich falsch beraten, wenn sie auf dieses Risiko nicht hingewiesen hat." so Leipold weiter.

Immer wieder werden Banken in ganz Deutschland vom Landgericht über die Oberlandesgerichte bis hin zum Bundesgerichtshof auf Schadensersatz bzw. Rückabwicklung verurteilt.

Betroffenen Bankkunden kann daher nur empfohlen werden, keine weiteren Zahlungen auf Swaps zu leisten und bereits geleistete Zahlungen umgehend zurück zu fordern.