Sparkasse Köln Bonn - ein Ende in Sachen Swapskandal ist in Köln nicht zu sehen

Sparkasse Köln Bonn - ein Ende in Sachen Swapskandal ist in Köln nicht zu sehen
21.06.2015338 Mal gelesen
Die Sparkasse Köln Bonn hat anscheinend hunderte von Swapverträgen verkauft. Zum einen an Opfer der sog. Schneerente und zum anderen zumeist an Immobilienbesitzes die glaubten durch die Swapgeschäfte eine Zinssicherheit zu bekommen. Beide Gruppen haben heute hohe Verluste.

In einem Verfahren vor dem OLG Köln hat das Gericht einen weiteren Aufklärungsfehler in Sachen Swaps herausgearbeitet. In einem Verfahren wurde wie folgt festgestellt:

"Es gehört auch zur Aufklärungspflicht im Rahmen eines Beratungsvertrags, über die Konditionen, unter denen sich der Kläger vorzeitig, das heißt vor dem Ablauf der ursprünglich vereinbarten Vertragslaufzeit - von den Darlehensverträgen und dem Swapgeschäft wieder lösen kann zu belehren." so das OLG Köln im Kern seiner Aussage.

Hintergrund ist, dass viele Darlehensnehmer oft frühzeitig ihr Darlehen tilgen wollen. Was bei einem variablen Darlehen jederzeit möglich ist. Ärgerlich dabei ist, dass der Swapvertrag dann weiter läuft und nur mit einem enorm hohen Verlust aufgelöst werden kann. Dies wird in den Beratungen aber zumeist nie erwähnt.

Im Ergebnis sind diese Geschäfte auch nicht zur Zinssicherheit geeignet. Wird der Zins nämlich wie jetzt geschehen negativ, müssen auf einmal wesentlich höhere Zinsen gezahlt werden, als ursprünglich gedacht. Der Kunde muss denn nämlich außer seinen Festsatz auch den variablen Teil der Bank ausgleichen.

"Gerade in Verfahren gegen die Sparkasse Köln Bonn bzgl. Swaps stehen die Chancen in Köln derzeit besonders gut. Bisher haben wir jedes Verfahren gegen die Sparkasse Köln Bonn gewonnen." so Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht Michael A. Leipold.

Aus diesem Grund kann geschädigten Kunden der Sparkasse nur angeraten werden, sich entstandene Schäden von der Sparkasse zurück zu holen, oder gar nicht erst zu bezahlen. Man sollte seine Unterlagen auf jeden Fall durch spezialisierte Rechtsanwälte prüfen lassen.

Aufpassen muss man beim Thema Verjährung. Alle Verträge aus dem Jahr 2005 verjähren in diesem Jahr. Und zwar Tagebau zum Tag der Beratung.

Rechtsanwalt Leipold ist seit 2007 auf die Rückabwicklung von Swapverträgen spezialisiert.