Sparkasse Koblenz - gibt es auch hier einen Swapskandal?

13.06.2015290 Mal gelesen
Offenbar hat auch die Sparkasse Koblenz zahlreichen Kunden im Zusammenhang mit der Helaba hochspekulative Swapgeschäfte verkauft und den Kunden dadurch Millionenschäden eingebracht. Betroffene Kunden sollten sich vor einer Verjährung gegen die Geschäfte wehren.

Jede Woche melden sich mehr geschädigte Swapkunden der Sparkassen bei der Leipold Rechtsanwaltsgesellschaft mbH. Jüngst ist eine neue dazu gekommen. Die Sparkasse Koblenz im Zusammenhang mit der Helaba.


Das Problem von gescheiterten Swapgeschäften reißt bei den Sparkassen nicht ab. Auch 2015 melden sich jede Woche neue Geschädigte Kunden bei der Leipold Rechtsanwaltsgesellschaft mbh.

Die Sparkasse Koblenz spielt bei gescheiterten Swapgeschäften auf Zeit.
Geschädigte Swapkunden benötigen nach wie vor einen langen Atem. Sparkassen und Banken setzen auf Zeit, in der Hoffnung die Kunden geben vorher auf. Insbesondere das zuletzt ergangene Urteil gegen eine Sparkasse vom Bundesgerichtshof wegen einem gescheiterten Cross Currency Swap der Sparkasse Nürnberg in Verbindung mit der LBBW, wird von den Sparkassen genutzt um Zeit zu gewinnen.

Gerade in den letzten zwei Wochen hat die Leipold Rechtsanwaltsgesellschaft mbH wieder eindeutige Urteile gegen Banken erstritten, in denen die Kunden 100 Prozent ihres Schadens ersetzt bekommen haben. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich nur um einen einfachen Zins Swap, Cross Currency oder andere komplexere Swaparten handelt. Es ist auch unerheblich, ob es ein spekulativer Swap ohne Grundgeschäft oder ein Absicherungsswap mit Grundgeschäft ist. Die Sparkasse Köln Bonn beispielsweise hat im Sommer 2014 in einem Swapverfahren vor dem OLG Köln lieber die Ansprüche anerkannt, um ein für die Branche gefährliches Urteil zu vermeiden. Anfang Dezember hat sie dann in einem weiter vernichtenden Urteil vor dem Landgericht Nürnberg verloren.

"Wir haben bereits jede Art von Swap rückabgewickelt." so Fachanwalt Leipold, der bereits seit 2007 zahlreiche Mandate bearbeitet hat. "Allen Banken die Swaps direkt und ohne eine Dritte Bank verkauft haben, können aus dem neuen Swapurteil keine Vorzüge generieren. Darüber hinaus hatte in diesem Fall der Kunde die Währungspaare selbst ausgesucht und ist auf die Bank mit dem Wunsch zugegangen, einen Währungsswap abzuschließen. Bereits aus diesen Gründen handelt es sich um einen absoluten Einzelfall." so Leipold weiter.


Das neueste Urteil des Bundesgerichtshof dürfte dabei auch eine entscheidende Rolle spielen. Ab sofort ist geklärt, ab wann über einen negativen Barwert bei einem Swap aufgeklärt werden muss. Die Swapart ist dabei völlig egal.

Betroffenen Kunden von Swapgeschäften wird daher dringend angeraten rechtlichen Rat einzuholen und ihre Ansprüche kurzfristig zu sich