Haspa - immer mehr Swapkunden wehren sich gegen desaströs Swapgesschäfte

08.06.2015304 Mal gelesen
Bundesgerichtshof stellt klar, dass Swap Urteil aus dem Jahr 2011 ist auf alle Swaparten anwendbar. Die Beratende Sparkasse muss immer auf den anfänglichen negativen Barwert hinweisen, sofern der Swap keine 100 prozentig Konnexität zum Darlehen aufweist.

Das am 20. Januar 2015 ergangene Urteil vor dem BGH in Sachen Swaps bringt der Haspa keinen Nutzen. Das Urteil beurteilt einen Einzelfall in dem der Swap von einer Sparkasse beraten wurde und von einer Landesbank verkauft worden ist. Bei dieser Konstellation scheidet ein Interessenkonflikt aus.


Haspa - BGH Urteil in Sachen Swaps hilft der Sparkasse nicht weiter
Vor Gericht haben die Sparkassen bereits viele Niederlagen in Sachen Swaps 2014 erfahren müssen. Jetzt spielen die Sparkassen auf Zeit.

Die Haspe spielt bei gescheiterten Swapgeschäften auf Zeit.
Geschädigte Swapkunden benötigen nach wie vor einen langen Atem. Sparkassen und Banken setzen auf Zeit, in der Hoffnung die Kunden geben vorher auf. Insbesondere das zuletzt ergangene Urteil gegen eine Sparkasse vom Bundesgerichtshof wegen einem gescheiterten Cross Currency Swap der Sparkasse Nürnberg in Verbindung mit der LBBW, wird von den Sparkassen genutzt um Zeit zu gewinnen.

Gerade in den letzten zwei Wochen hat die Leipold Rechtsanwaltsgesellschaft mbH wieder eindeutige Urteile gegen Banken erstritten, in denen die Kunden 100 Prozent ihres Schadens ersetzt bekommen haben. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich nur um einen einfachen Zins Swap, Cross Currency oder andere komplexere Swaparten handelt. Es ist auch unerheblich, ob es ein spekulativer Swap ohne Grundgeschäft oder ein Absicherungsswap mit Grundgeschäft ist. Die Sparkasse Köln Bonn hat im Sommer 2014 in einem Swapverfahren vor dem OLG Köln lieber die Ansprüche anerkannt, um ein für die Branche gefährliches Urteil zu vermeiden. Anfang Dezember hat sie dann in einem weiter vernichtenden Urteil vor dem Landgericht Nürnberg verloren.

"Wir haben bereits jede Art von Swap rückabgewickelt." so Fachanwalt Leipold, der bereits seit 2007 zahlreiche Mandate bearbeitet hat. "Allen Banken die Swaps direkt und ohne eine Dritte Bank verkauft haben, können aus dem neuen Swapurteil keine Vorzüge generieren. Darüber hinaus hatte in diesem Fall der Kunde die Währungspaare selbst ausgesucht und ist auf die Bank mit dem Wunsch zugegangen, einen Währungsswap abzuschließen. Bereits aus diesen Gründen handelt es sich um einen absoluten Einzelfall." so Leipold weiter.

Erst vor zwei Wochen hat der Bundesgerichtshof wieder in Sachen Swaps einige Punkte klargestellt und ein Urteil des OLG Düsseldorf an dieses zurück verwiesen.

Betroffenen Kunden von Swapgeschäften wird daher dringend angeraten rechtlichen Rat einzuholen und ihre Ansprüche kurzfristig zu sichern. Insbesondere sollte darauf geachtet werden, dass Swaps aus dem Jahr 2005 im Rahmen der absoluten Verjährung noch im Jahr 2015 verjähren.