Achtung Verjährung bei Swaps - alle Geschäfte aus dem Jahr 2005

Achtung Verjährung bei Swaps - alle Geschäfte aus dem Jahr 2005
09.05.2015237 Mal gelesen
Das deutsche Recht kennt eine absolute Verjährung. Diese beträgt 10 Jahre und läuft nicht ab Ende eines Jahres, sondern auf den Tag genau. D.h. es kommt auf den Tag der Beratung bzw. des Abschlusses an. Betroffene Kunden sollten Unterlagen prüfen lassen.

Gerichte in ganz Deutschland haben Banken und Sparkassen wegen gescheiterter Swapgeschäfte verurteilt. Im Jahr 2014 und Anfang 2015 wurden wieder einige Punkte zu Gunsten der Bankkunden geklärt. 2015 könnten einzelne Ansprüche verjähren.

Die Banken spielen bei gescheiterten Swapgeschäften auf Zeit. Ansprüche die nicht  verjährungshemmend geltend gemacht werden, können erschwert oder gar nicht durchsetzbar sein. Trotz eindeutiger Rechtsprechung lassen es die Banken weiterhin drauf ankommen.


Banken spielen bei Swapgeschäften auf Zeit - Achtung Verjährungsfalle!


Geschädigte Swapkunden benötigen nach wie vor einen langen Atem. Sparkassen und Banken setzen auf Zeit, in der Hoffnung die Kunden geben vorher auf. Insbesondere das zuletzt vor einer Woche ergangene Urteil gegen die West LB vom Bundesgerichtshof wegen einem gescheiterten Swap , hat den Anlegern noch einmal starken Rückenwind verliehen.

"Für die Kunden ist das ein gefährliches Spiel. Es könnte für Geschäfte aus dem Jahr 2005 ein neues Verjährungsproblem bei Ansprüchen aus Swapgeschäften hinzukommen." so Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht Michael A. Leipold. "Wer generell was gegen die Verluste unternehmen will, sollte auf jeden Fall dafür Sorge tragen, dass seine Bank  eine Verjährungsverzichtserklärung unterschreibt. Macht sie das nicht, ist eine Klage dringend anzuraten." so Leipold weiter.

Gerade in den letzten Wochen hat die Leipold Rechtsanwaltsgesellschaft mbH wieder eindeutige Urteile gegen Banken erstritten, in denen die Kunden 100 Prozent ihres Schadens ersetzt bekommen haben. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich nur um einen einfachen Zins Swap, Cross Currency oder andere komplexere Swaparten handelt. Es ist auch unerheblich, ob es ein spekulativer Swap ohne Grundgeschäft oder ein Absicherungsswap mit Grundgeschäft ist.

"Wir haben bereits jede Art von Swap rückabgewickelt." so Fachanwalt Leipold, der bereits seit 2007 zahlreiche Mandate bearbeitet hat.

Betroffenen Kunden von Swapgeschäften wird daher dringend angeraten rechtlichen Rat einzuholen und ihre Ansprüche kurzfristig zu sichern.