Zinswetten oder Zinsswaps der HypoVereinsbank - haben die Geschäfte doch ein unendliches Risiko?

18.04.2015216 Mal gelesen
Bisher behauptete die Unicredit HypoVereinsbank immer ihre Zinsswaps hätten kein unendliches Risiko! Sieht man sich die Verträge genauer an, kommt man zu einem ganz anderen Ergebnis. Aufgrund eines negativen Zinssatzes können die Verträge durchaus zu einem unendlichen Verlustrisiko führen.

Die Unicredit HypoVereinsbank ist seit Jahren gerichtserprobt, was ihre Swapgeschäfte betrifft. Zahlreiche Urteile in ganz Deutschland hat Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht Michael A. Leipold bereits für betroffene Bankkunden erstritten. 

In diesen zahlreichen Verfahren, behauptete die Bank immer Zinsswaps wären völlig harmlos. Sieht man sich die Verträge im Detail an, stimmt dies nicht. Zahlreiche Zinsswapverträge sind so gestaltet, dass sie bei einem negativen Zinssatz, wie er derzeit vorliegt, zu einer Doppelzahlung der Kunden führt, weil die eigentliche Zahlungsverpflichtung der Bank plötzlich zu einer Zahlung der Kunden führt.

Rechtsanwalt Leipold meint dazu:"Seit 2007 gehen wir auch gegen Zinsswaps vor. Diese Geschäfte sind keinesfalls identisch mit Festzinsdarlehen, wie immer behauptet wird. Zum einen beinhalten diese Geschäfte auch einen anfänglichen negativen Marktwert, zum anderen haben die Geschäfte tatsächlich auch ein unbegrenztes Verlustrisiko. Nach dem die Verträge so ausgestaltet sind, dass bei einem negativen Marktzins die Zahlungsverpflichtung der Bank zu einer des Kunden wird, muss die Bank bei Auflage der Geschäfte dieses Risiko bereits erkannt haben, ohne den Kunden darüber zu informieren. Unterm Strich sind die Geschäfte einfach nur ruinös und haben nichts mit einer Zinsabsicherung oder Zinsoptimierung gemeinsam. Eigentlich gehört hier eine gesetzliche Regulierung her, um den Bankkunden zu schützen."

Betroffenen Kunden kann aufgrund der Rechtslage und der Rechtsprechung in Sachen Swaps nur empfohlen werden die Geschäfte anzugreifen und keine weiteren Zahlungen zu leisten. Insbesondere müssen Kunden die absolute Verjährung von 10 Jahren beachten. D.h. spätestens nach 10 Jahren seit Abschluss verjähren sämtliche Ansprüche Tag genau. Also dieses Jahr am jeweiligen Abschlusstag alle Swapgeschäfte aus dem Jahr 2005.

Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht Michael A. Leipold hat bereits Privat- und Geschäftskunden in ganz Deutschland gegen alle handelnden Banken erfolgreich vertreten und sich seit 2007 auf Swapgeschäfte aller Art spezialisiert.