Sparkasse Köln Bonn - immer mehr Opfer der Schneerente in Verbindung mit Swapgeschäften

10.04.2015262 Mal gelesen
Die Sparkasse Köln Bonn hat über einen gemeinsamen Vertriebskanal Kunden der Schneegruppe eingesammelt und anschließend in das Schneerentenkonzept hochspekulative Swaps eingebaut. Das Ende einer Altersvorsorge.

Erneut unterliegt die Sparkasse Köln Bonn wegen hochspekulativer Swapgeschäfte vor einem deutschen Gericht. In einem 30 - seitigen Urteil attestiert das Landgericht Nürnberg der Sparkasse eine vorsätzliche Falschberatung, welche weder anlegergerecht noch objektgerecht war. Darüber hinaus bestätigt das Landgericht Nürnberg, dass eine Verjährung nach 37 a WpHG a.F. nicht eingetreten ist.
Sparkasse Köln Bonn wird vorsätzliche Falschberatung im Zusammenhang mit Swapgeschäften bescheinigt
Hintergrund waren Swapgeschäfte welche dem Kunden im Zusammenhang mit einer
Umfinanzierung angeboten worden sind. Der Kunde hatte eine Altersvorsorge
finanziert. Dies war der Sparkasse auch bekannt. Der Vorsatz ergibt sich
somit bereits aus dem klaren Ziel des Kunden kein Risiko einzugehen.

"Das gleiche gilt im Übrigen für Immobilienfinanzierungen, welche mit einem
Swap abgesichert werden sollten." so Fachanwalt für Bank- und
Kapitalmarktrecht Michael A. Leipold. Das Landgericht hat der Sparkasse
bestätigt, dass sie das Ziel des Kunden hätte erkennen müssen und ohne
weitere Aufforderung vor allem über den anfänglichen negativen Barwert, der
solchen Geschäften immer innewohnt, hätte aufklären müssen." so Leipold
weiter.

In diesem Fall war die Sparkasse Köln Bonn die Klägerin und hat ihren
Kunden auf Rückzahlung des wegen vorzeitiger Kündigung entstandenen
Schadens verklagt. Der von der Leipold Rechtsanwaltsgesellschaft mbH
vertretene Sparkassenkunde rechnete in dem Verfahren mit
Schadensersatzansprüchen wegen Falschberatung
auf und hatte damit vollumfänglich Erfolg.

Betroffen Kunden von Swapgeschäften kann nur dringend empfohlen werden,
keine weiteren Zahlungen auf Swaps zu leisten und die Ansprüche möglichst
noch im Jahr 2014 verjährungshemmend geltend zu machen. Ab 2015 kommt ein
neues Verjährungsproblem bei diesen Geschäften hinzu, welches die
Durchsetzung dieser Geschäfte wieder erschwert.

Die Leipold Rechtsanwaltsgesellschaft mbH. mit Sitz in München, Frankfurt
und Hamburg hat eine eigene Swapabteilung unter Führung von Fachanwalt für
Bank- und Kapitalmarktrecht Michael A. Leipold, welcher sich seit 7 Jahren
mit der erfolgreichen Durchsetzung von Swapansprüchen befasst.

Dabei ist es unabhängig ob es ein Absicherungsswap oder ein spekulativer
Swap ist. Außerdem ist die Swapart ebenfalls nicht relevant. Die Leipold
Rechtsanwaltsgesellschaft hat bereits einfache Zinsswaps,
Zins-Währungsswaps und hochkomplexe Swaparten erfolgreich rückabgewickelt.