Schroeder Logistik Investment Fonds GmbH & Co. KG Anleger warten weiter auf Auszahlung nach dem Ende der Laufzeit

Schroeder Logistik Investment Fonds GmbH & Co. KG Anleger warten weiter auf Auszahlung nach dem Ende der Laufzeit
17.02.2015510 Mal gelesen
Der geschlossene Containerfonds Schroeder Logistik Investment Fonds GmbH & Co. KG hat an seine Anleger nicht, wie im März 2014 angekündigt, eine Auszahlung in Höhe von 28% - 32% (abzüglich bereits erhaltener Ausschüttungen) des gezeichneten Kommanditkapitals geleistet. Die Anleger mussten sich vielmehr mit einer Auszahlung in Höhe von 15 % begnügen.

Die Schroeder Logistik Investment Fonds GmbH & Co. KG wurde im Jahr 2008 aufgelegt und investierte in Container und Containerschiffe. Das planmäßige Ende der Fondsgesellschaft, der 31.12.2013, wurde zwar eingehalten; die endgültige Abwicklung zieht sich aufgrund des schleppenden Verkaufs der Investitionsobjekte jedoch noch immer hin, so dass auch jetzt noch nicht klar ist, was die Anleger am Ende von ihrem eingesetzten Kommanditkapital zurück erhalten. Klar ist jedoch, dass ein Großteil der investierten Beträge (voraussichtlich über 70%) verloren ist.
Mit Schreiben vom 18.3.2014 wurde den Anlegern eine Auszahlung in Höhe von 28% - 32% des gezeichneten Kommanditkapitals in Aussicht gestellt. Von dieser Summe muss sich jeder Anleger die bereits erhaltenen Ausschüttungen von knapp 8% der Zeichnungssumme abziehen lassen. Im September wurde den Anlegern schließlich mitgeteilt, dass die Auszahlung lediglich 15% betrage. Begründet wurde diese Entscheidung in erster Linie mit bislang nicht vorhergesehenen und der Höhe nach schwer abschätzbaren Kosten für Rechtsstreitigkeiten.
Mit diesem wenig zufriedenstellenden Ergebnis müssen sich die Anleger aber nicht ohne weiteres abfinden. Möglicherweise stehen ihnen Schadensersatzansprüche wegen fehlerhafter Anlageberatung zu. Anlageberater haben die Pflicht, potentielle Anleger über die Risiken der empfohlenen Beteiligung aufzuklären. Daneben muss die angebotene Beteiligung zu den Anlagezielen des Anlegers passen. Letzteres ist bei der Empfehlung zum Erwerb einer Beteiligung an einem geschlossenen Fonds bereits dann nicht gegeben, wenn der Anleger ein sicheres Anlageprodukt wünscht.
Zu den Risiken, über die ein Anlageberater aufklären muss, gehören unter anderem das Risiko erheblicher Substanzverluste bis hin zum Totalverlust, das Risiko, während der Laufzeit nicht über das investierte Kapital verfügen zu können und das Risiko der Kommanditistenhaftung nach § 172 Abs.4 HGB. Klärt der Anlageberater hierüber nicht auf und/oder empfiehlt er ein für den Anleger nicht geeignetes Anlageprodukt, besteht die Möglichkeit eine Klage wegen fehlerhafter Anlageberatung, insbesondere gegen den Anlageberater oder das dahinterstehende Vertriebsunternehmen/die dahinterstehende Bank, zu erheben und sich auf diesem Wege von der Beteiligung zu lösen und das investierte Kapital zurück zu erhalten.
Bei Banken bestehen zudem gesteigerte Aufklärungspflichten bezüglich erhaltener Provisionen. Klärt ein Bankberater nicht darüber auf, dass und in welcher Höhe sein Kreditinstitut Provisionen (Kickbacks) erhält, kann eine Schadensersatzklage unter Umständen auch hierauf gestützt werden.
Anleger der Schroeder Logistik Investment Fonds GmbH & Co. KG, die sich in einem oder mehreren Punkten falsch beraten fühlen, sollten ihre Ansprüche unbedingt von einem auf das Bank- und Kapitalmarktrecht spezialisierten Rechtsanwalt überprüfen lassen und ihre Investition nicht einfach abschreiben.

Für weitere Informationen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.
IVA Rechtsanwalts – Aktiengesellschaft – www.anlegerschutz.ag