Insolvenz der SHEDLIN Capital AG – Anleger sollten handeln

Insolvenz der SHEDLIN Capital AG – Anleger sollten handeln
10.02.2015355 Mal gelesen
Am 25. November 2014 hat der Vorstand der SHEDLIN Capital AG einen Eigenantrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt. Das Verfahren ist beim Amtsgericht Nürnberg unter den Aktenzeichen 830 IN 1679/14 und 830 IN 1680/14 anhängig.

Die SHEDLIN Capital AG ist nach eigenen Angaben ein unabhängiges, international agierendes Emissions- und Investmenthaus mit Hauptsitz in Nürnberg. Der Selbstanspruch des Unternehmens beginnt bereits beim Firmennamen: „SHEDLIN“ setzt sich aus den Nachnamen des britischen Polarforschers Sir Ernest Henry Shackleton, des US-amerikanischen Erfinders und Unternehmers Thomas Alva Edison und des US-Präsidenten Abraham Lincoln zusammen – alle drei herausragende Persönlichkeiten ihrer Zeit.
Das Unternehmen bezeichnet sich als Spezialist für die Entwicklung und Strukturierung von Investitionen in Wachstumsmärkten wie Asien, Osteuropa, Afrika, Lateinamerika und dem Mittleren Osten. Bei ihren Produkten setzt die SHEDLIN Capital AG ihren Schwerpunkt auf die Konzeption Geschlossener Fonds sowie Geschlossener Dachfonds in den Anlageklassen Gesundheitswesen, Infrastruktur und Immobilienprojektentwicklung. Der Schwerpunkt dabei liegt auf dem Thema Projektentwicklung, wobei hierzu neben klassischen Immobilienprojekten wie Wohn-, Büro-, Hotel- und Einzelhandelsgebäuden auch Infrastruktureinrichtungen wie beispielsweise Flughäfen, Krankenhäuser, Kraftwerke, Hafenanlagen, Werften oder Objekte zur Gewinnung Erneuerbarer Energien wie Wasserkraftanlagen, Wind- und Solarparks gehören sollen.
Nach eigenen Angaben hat das Emissionshaus sieben Publikumsfonds platziert: Infrastructure 1, Infrastructure 2, Latin American Property 1, Chinese Property 1, Middle East Health Care 1, Middle East Health Care 2 und New European Frontiers 3.
Am 25. November 2014 hat der Vorstand der SHEDLIN Capital AG einen Eigenantrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt. Das Verfahren ist beim Amtsgericht Nürnberg unter den Aktenzeichen 830 IN 1679/14 und 830 IN 1680/14 anhängig. Nicht nur angesichts der Tatsache, dass die letzten Jahresabschlüsse zum 31.12.2012 veröffentlicht wurden, kann dies nicht wirklich überraschen. Zudem hatte am 13. Mai 2013 der Der SPIEGEL unter der Überschrift „Die Wüste bebt“ in einer ausführlichen Recherche über das Scheitern der beiden geschlossenen "Middle East Health Care"-Fonds berichtet.
Da die Anleger ihre Beteiligung nicht mit der Aktiengesellschaft SHEDLIN Capital, sondern mit den jeweiligen Fondsgesellschaften abgeschlossen haben, ist bei diesen anzusetzen. Betroffene Anleger sollten zur Sicherung ihres Kapitals von einem Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht prüfen lassen, ob eine Lösung aus dem Beteiligungsverhältnis in Betracht kommt und ob Schadensersatzansprüche gegen Gründungsgesellschafter, Beratungsgesellschaften oder Initiatoren geltend gemacht werden können.

Für weitere Informationen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung unter www.anlegerschutz.ag.