Insolvenz ApolloProScreen – Fachanwalt informiert

Insolvenz ApolloProScreen – Fachanwalt informiert
30.01.2015474 Mal gelesen
Bei dem sich in Abwicklung befindlichen Medienfonds ApolloProScreen GmbH & Co. Filmproduktion KG i. L. (ApolloProScreen KG i. L.) gibt es eine neue Entwicklung:

Mit Schreiben vom 23.01.2015 informierte die Geschäftsführung die Anleger der Fondsgesellschaft darüber, dass sowohl die ApolloProScreen KG i. L. als auch die ApolloProScreen GmbH am Montag, den 22.12.2014, beim Amtsgericht München Insolvenzantrag gestellt haben und dass Herr Rechtsanwalt Dr. Hubert Ampferl von der Kanzlei Beck und Partner zum Gutachter bestellt wurde.

Hintergrund sei, dass das Finanzgericht München überraschend einen Antrag auf Aussetzung der Vollziehung eines Bescheides über die Umsatzsteuerzahlung für das Jahr 2003 abschlägig beschieden habe.

Ohne dass eine nähere Darstellung der wirtschaftlichen Situation der Fondsgesellschaft erfolgt, fordert die Geschäftsführung der Fondsgesellschaft die Anleger „zur Zahlung ihrer ausstehenden Einlagen“ auf, was der bisherigen Informationspolitik der Geschäftsführung entspricht.

Die IVA Rechtsanwalts-AG vertritt zahlreiche Anleger, die sich gegen die Aufforderung zur Zahlung angeblich ausstehender Einlagen verteidigen.

Bereits die bisherige Korrespondenz mit der Geschäftsführung der ApolloProScreen KG i. L. hat ergeben, dass wesentliche Informationen nicht zur Verfügung gestellt werden.

Auf Anfrage der IVA Rechtsanwalts-AG, den steuerlichen Ermittlungsbericht über die Fahndungsprüfung bei der ApolloProScreen KG i. L. für das Geschäftsjahr 2003 sowie den Ermittlungsbericht über die umsatzsteuerliche Würdigung des Sachverhalts zur Verfügung zu stellen, bot die Geschäftsführung lediglich an, den Bescheid für das Jahr 2003 nach vorheriger Terminvereinbarung einzusehen oder sich beim Finanzamt München zu erkundigen.

Die IVA Rechtsanwalts-AG hat ihren Mandanten aufgrund des bisher herrschenden Informationsdefizits nicht empfohlen, die angeforderten Einlagebeträge an die Gesellschaft zu zahlen. Es bleibt abzuwarten, ob das Insolvenzverfahren eröffnet wird mit der Folge, dass nicht mehr die bisherige Geschäftsführung, sondern ein Insolvenzverwalter befugt ist, das Vermögen der Fondsgesellschaft zu verwalten und die erforderlichen Verfügungen zu treffen.

Für weitere Informationen oder Fragen stehen wir Ihnen auf www.anlegerschutz.ag gerne zur Verfügung.