Swapgeschäfte HypoVereinsbank - Gerichte urteilen vorsätzliche Falschberatung

Swapgeschäfte HypoVereinsbank - Gerichte urteilen vorsätzliche Falschberatung
04.01.2015437 Mal gelesen
Immer mehr Gerichte gehen von einer vorsätzlichen Falschberatung bei Swapgeschäften der Unikredit HypoVereinsbank aus. Das Landgericht Traunstein hat zuletzt im November 2014 die HypoVereinsbank zur kompletten Rückabwicklung verurteilt. Nächste Entscheidung des Bundesgerichtshofs im Januar 2015.

In einem weiteren Verfahren vor dem Landgericht Berlin hat die Kammer in der ersten mündlichen Verhandlung im Dezember 2014 angedeutet, dass auch sie von einer vorsätzlichen Falschberatung in Bezug auf den anfänglichen negativen Barwert ausgehen könnte und die Bank dafür beweispflichtig sei. Dabei sei es irrelevant unter welcher Bezeichnung dieser anfänglich negative Barwert eingepreist wäre. Bereits andere Gerichte setzen es als gerichtsbekannt voraus, dass bei Swapgeschäften aller Art ein solcher negativer Barwert vorhanden sei.

Nach dem der Bundesgerichtshof in einem Verfahren vom 9.12.2014 auch von einem Interessenkonflikt im Zusammenhang mit einem anfänglichen negativen Barwert auch bei anderen Swaparten ausgehen könnte und die Entscheidung dazu auf Januar 2015 verschoben hat, ist davon auszugehen, dass das Urteil aus 2011 kein Grundsatzurteil war und daher auch weiterhin die Ansprüche erfolgreich geltend gemacht werden können.

Die Leipold Rechtsanwaltsgesellschaft hat mit Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht Michael A. Leipold einen Experten der seit 8 Jahren im Bereich Swaps tätig ist. Zusammen mit ihm bearbeiten die Rechtsanwältinnen Geiger und Kaufmann seit Jahren erfolgreich Mandate aus dem Bereich Swaps. Dabei hat das Team bereits sämtliche Arten von Swaps rückabgewickelt. Unerheblich ist auch, ob es ein Spekulationsswap oder ein Absicherungsswap war.

Betroffenen Kunden ist daher zu empfehlen, sofort sämtliche Zahlungen im Zusammenhang mit Swaps einzustellen und bereits geleistete Zahlungen zurück zu fordern.