Sparkasse Köln Bonn - immer mehr Kunden wehren sich gegen gescheiterte Swapgeschäfte

Sparkasse Köln Bonn - immer mehr Kunden wehren sich gegen gescheiterte Swapgeschäfte
28.12.2014632 Mal gelesen
Vor Gericht hat die Sparkasse Köln Bonn viele Niederlagen in Sachen Swaps 2014 erfahren müssen. Jetzt spielt die Sparkasse auf Zeit. Verjährung droht!

Sparkasse Köln Bonn spielt bei gescheiterten Swapgeschäften auf Zeit
Geschädigte Swapkunden benötigen nach wie vor einen langen Atem. Sparkassen und Banken setzen auf Zeit, in der Hoffnung die Kunden geben vorher auf. Insbesondere das zuletzt vor einer Woche erwartete und nun ins neue Jahr verschobene Urteil gegen eine Sparkasse vom Bundesgerichtshof wegen einem gescheiterten Cross Currency Swap der Sparkasse Nürnberg in Verbindung mit der LBBW, wird von den Sparkassen genutzt um Zeit zu gewinnen.

"Für die Kunden ist das ein gefährliches Spiel. Es könnte Ende 2014 ein neues Verjährungsproblem bei Ansprüchen aus Swapgeschäften hinzukommen." so Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht Michael A. Leipold. "Wer generell was gegen die Verluste unternehmen will, sollte auf jeden Fall dafür Sorge tragen, dass seine Bank zum Ende des Jahres eine Verjährungsverzichtserklärung unterschreibt. Macht sie das nicht, ist eine Klage dringend anzuraten." so Leipold weiter.

Gerade in den letzten zwei Wochen hat die Leipold Rechtsanwaltsgesellschaft mbH wieder eindeutige Urteile gegen Banken erstritten, in denen die Kunden 100 Prozent ihres Schadens ersetzt bekommen haben. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich nur um einen einfachen Zins Swap, Cross Currency oder andere komplexere Swaparten handelt. Es ist auch unerheblich, ob es ein spekulativer Swap ohne Grundgeschäft oder ein Absicherungsswap mit Grundgeschäft ist. Die Sparkasse Köln Bonn hat im Sommer 2014 in einem Swapverfahren vor dem OLG Köln lieber die Ansprüche anerkannt, um ein für die Branche gefährliches Urteil zu vermieden. Anfang Dezember hat sie dann in einem weiter vernichtenden Urteil vor dem Landgericht Nürnberg verloren.

"Wir haben bereits jede Art von Swap rückabgewickelt." so Fachanwalt Leipold, der bereits seit 2007 zahlreiche Mandate bearbeitet hat.

Betroffenen Kunden von Swapgeschäften wird daher dringend angeraten rechtlichen Rat einzuholen und ihre Ansprüche kurzfristig zu sichern. Die Leipold Rechtsanwaltsgesellschaft mbH nimmt bis zum 31. Dezember 2014 Swapmandate an, um die Ansprüche verjährungshemmend geltend zu machen.