LBS Bayern kündigt 26.000 Bausparverträge

LBS Bayern kündigt 26.000 Bausparverträge
19.11.2014263 Mal gelesen
Die LBS Bayern kündigt 26.000 Bausparverträge mit mit zum Teil 3,5 Prozent Zinsen. Die Rechtmäßigkeit dieser Kündigungen ist stark umstritten. Betroffene Kunden sollten die Kündigungen prüfen lassen. der Bundesgerichtshof hat zu diesem Thema noch nicht entschieden.

Das Ziel der LBS Bayern ist klar. Zinsen sparen. Kunden mit Altverträgen und einer Verzinsung von 3,5 Prozent ihres Guthabens sollen zinslos oder in Neuverträge mit 0,25 Prozent Zinsen gedrängt werden.

Auch andere Bausparkassen oder Banken haben solche Kündigungen in der jüngsten Vergangenheit ausgesprochen. Die Rechtsprechung hat hierzu bisher höchstrichterlich keine Entscheidung getroffen.

"Aus Sicht des Verbraucherschutzes kann es nicht sein, dass eine Bank oder Bausparkasse bestehende Verträge kündigt, nur weil sich die Zinsen ungünstig für die eine Vertragspartei entwickelt haben. Die Kündigungen sind daher wahrscheinlich als rechtswidrig anzusehen." so Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht Michael A. Leipold von der Leipold Rechtsanwaltsgeselschaft mbH.

"Wie so oft, stellen Banken die Verbraucher jedoch erst einmal vor Tatsachen und schauen dann wie viele Kunden sich wehren. Jeder Kunde der sich einfach überrollen lässt spart der Bank am Ende Geld und die Taktik geht für die Bank auf." so Leipold weiter.

Betroffenen Kunden der LBS Bayern kann daher nur empfohlen werden, die Kündigungen nicht einfach zu akzeptieren und ihre Unterlagen von spezialisierten Rechtsanwälten prüfen zu lassen.

Die Leipold Rechtsanwaltsgesellschaft mbH mit Standorten in München, Frankfurt und Hamburg ist seit 11 Jahren auf die erfolgreiche Durchsetzung von Ansprüchen gegen über Banken spezialisiert.