Sparkasse Köln Bonn - Swapgeschädigte in ganz Deutschland

Sparkasse Köln Bonn - Swapgeschädigte in ganz Deutschland
27.09.2014654 Mal gelesen
Die Sparkasse Köln Bonn hat offenbar ein Swapproblem in ungeahnter Größe. Alleine in der letzten Woche meldeten sich geschädigte Kunden der Sparkasse mit einem Swapvolumen in Höhe von über 20 Mio. Euro. Damit wird die Sparkasse Köln Bonn Spitzenreiter der Sparkassen in Deutschland.

Die Sparkasse Köln Bonn ist seit langem dafür bekannt, gerne ihren Kunden riskante Geschäfte zu verkaufen. So erscheint sie seit Jahren auch immer wieder im Zusammenhang mit riskanten Swapgeschäften. Die Leipold Rechtsanwaltsgesellschaft mbH hat bereits mehrfach darüber berichtet.

Besonders auffallend ist auch die Häufung in Zusammenhang mit der SKR Rente der Schneegruppe. Dabei wurden die bereits geschädigten Anleger in dieses Rentenmodell von ihren Beratern darauf angesprochen eine bessere finanzierende Bank für das Modell hätten. Der Zinssatz dort wäre besser als zuvor bei der HELABA oder der HSH Nordbank.

Die Sparkasse Köln Bonn hatte dabei als Gegenangebot immer eine variable Finanzierung mit einem Swapgeschäft. Auf einer zuvor abgehaltenen Schulung durch die Schnee Gruppe und der Sparkasse Köln Bonn wurden Berater der Schnee Gruppe darauf geschult, ihre Kunden bei der Sparkasse abzuliefern. Im Gegenzug erhielten die Berater für jeden Kunden der bei der Sparkasse Köln Bonn zukünftig finanziert erhebliche Provisionen. Von Risiken im Zusammenhang mit Swaps wurde nie gesprochen.

"Mit dieser Aussage nehmen die Fälle eine ganz neue Dimension an." so Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht Michael A. Leipold. "Wir haben dieses Zusammenwirken schon die ganze Zeit vermutet. Jetzt können wir es endlich beweisen. Die Vorgehensweise der Sparkasse ist unglaublich:" so Leipold weiter.

Aber auch viele Immobilienfinanzierer wurden mit den hochriskanten Swapverträgen ausgestattet. Immer wieder wurde den Kunden das Modell zur Zinssicherung oder Zinsoptimierung verkauft. Dabei wären die Kunden mit einer variablen Finanzierung die sie als Grundgeschäft verkauft bekommen haben, durchaus gut gefahren bei den insbesondere in den letzten Jahren sehr niedrigen Zinsen.

Bei einer Rückabwicklung bleibt auch genau nur dieses Grundgeschäft übrig. D.h die Kunden sichern sich extrem niedrige Zinsen für ihre Finanzierung und die Sparkasse bleibt bis dato auf den Schäden aus den Swaps sitzen.

Auch das stetige Argument der Verjährung will der Sparkasse dabei nicht zum Erfolg verhelfen, da die Gerichte bisher von einer vorsätzlichen Falschberatung ausgehen und so die dreijährige Verjährung nach dem alten WphG aushebeln.

Interessant ist auch die Vorgehensweise der Sparkasse Köln Bonn. Während andere Banken versuchen Swapfälle leise abzuwickeln, erdreistet sich die Sparkasse Köln Bonn tatsächlich ihre Kunden auf Zahlung der Verluste zu verklagen.

Gerade für eine Sparkasse ist dieses Vorgehen unvergleichlich. Gerade erst hat die Sparkasse in einem Paralleverfahren vor dem OLG Köln Angst vor einem Urteil gehabt und die gesamte Forderung des Klägers aus den gescheiterten Swapverfahren anerkannt.

Betroffenen Anlegern kann daher nur empfohlen werden, keine weiteren Zahlungen zu leisten und ihre Unterlagen von Spezialisten prüfen zu lassen. Die Leipold Rechtsanwaltsgesellschaft mbH hat sich seit 2007 darauf spezialisiert geschädigte Swapkunden erfolgreich gegenüber Banken zu vertreten.