Der Flottenfonds "Santa P-Schiffe" des Emissionshauses MPC Capital ist insolvent.

Der Flottenfonds "Santa P-Schiffe" des Emissionshauses MPC Capital ist insolvent.
14.08.2014263 Mal gelesen
Das Amtsgericht Niebüll (Schleswig-Holstein) hat am 11. August 2014 angeordnet, dass Verfügungen der Beteiligungsgesellschaft MS "SANTA-P Schiffe" mbH & Co. KG nur mit Zustimmung des vorläufigen Insolvenzverwalters wirksam sind (das Az. 5 IN 91/14 des AG Niebüll ist relevant).

Der Flottenfonds "Santa P-Schiffe" des Emissionshauses MPC Capital ist insolvent.

Das Amtsgericht Niebüll (Schleswig-Holstein) hat am 11. August 2014 angeordnet, dass Verfügungen der Beteiligungsgesellschaft MS "SANTA-P Schiffe" mbH & Co. KG nur mit Zustimmung des vorläufigen Insolvenzverwalters wirksam sind (das Az. 5 IN 91/14 des AG Niebüll ist relevant).

Vorläufiger Insolvenzverwalter ist Rechtsanwalt Sven-Holger Undritz aus Flensburg.

Aus der Fondsflotte der "Santa P-Schiffe" haben

- im Januar 2014 das Schiff "Santa Patricia" und

- im November 2013 das Schiff "Santa Priscilla"

Insolvenz angemeldet.

Der MPC-Fonds hat insgesamt sechs Schiffe finanziert.

Es handelt sich dabei um

zwei 4.922 TEU- und

vier 5.042 TEU-Vollcontainer-Schiffe,

die im Jahr 2005 von der Bauwerft abgeliefert wurden.

Sie waren zunächst an Maersk und Mitsui O.S.K. Lines verchartert.

Vertragsreeder ist die Reederei Claus-Peter Offen, die laut Fondsprospekt 28 Millionen Euro in die Schiffe investiert hat. Das Investitionsvolumen des 2003 aufgelegten Fonds beträgt 316,5 Millionen Euro. Die insolvente Beteiligungsgesellschaft hat rund 80 Millionen Euro Eigenkapital von Anlegern in die Schiffe investiert. 2011 und 2013 legten MPC und Claus-Peter Offen jeweils ein Sanierungskonzept auf. Die Wirkung des Sanierungskonzept hat jedoch die Insolvenz nicht verhindert.

Schiffsfondsanleger sollten jetzt ihre Unterlagen prüfen und einen Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht einschalten, damit Schadenersatzansprüche geltend gemacht werden können.