Landgericht Traunstein verurteil HypoVereinsbank wegen Swapgeschäften

Landgericht Traunstein verurteil HypoVereinsbank wegen Swapgeschäften
27.07.2014529 Mal gelesen
Erneut musste die Unicredit HypoVereinsbank eine Niederlage in Sachen Swaps hinnehmen. Die dort zuständige Bankenkammer am Landgericht Traunstein hat die Bank zu Schadensersatz wegen gescheiterer Swapgeschäfte verurteilt.

Zur Begründung des Anspruchs wurde ebenfalls wie beim Bundesgerichtshof die mangelnde Aufklärung über den anfänglichen negativen Marktwert der bei solchen Geschäften immer vorhanden ist seitens des Gerichts angeführt. Dieser ist auch nicht gleich der Marge, über die eine Bank nicht aufklären muss. 

Die Hypo Vereinsbank hat eine beim Oberlandesgericht München eingelegte Berufung anscheinend zurück genommen, so dass das Urteil jetzt rechtskräftig ist.

In einem weiteren Parallelverfahren vor dem Landgericht Traunstein vertritt die Leipold Rechtsanwaltsgesellschaft mbh eine geschädigte Kundin der HypoVereinsbank aus der Filiale Rosenheim wegen der gleichen Geschäfte. Auch in diesem Verfahren hat die Einzelrichterin bereits angekündigt, nicht von der bereits zuvor ergangenen Entscheidung gegen die Bank abzuweichen.

Das Landgericht Traunstein folgt damit der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs und der meisten Oberlandesgerichte. Erst jüngst hat die Leipold Rechtsanwaltsgesellschaft mbH die Rechtsprechung in Sachen Swaps bei den Oberlandesgerichten in Köln und Frankfurt maßgeblich geändert. Beide Oberlandesgerichte sind sich nun einig, dass die Swapart egal ist und auch die Tatsache, ob es ein Spekulationsswap oder ein Absicherungsswap ist. In allen Fällen hat die Bank über den anfänglichen negativen Marktwert aufzuklären. Hat sie das nicht getan, ist sie zu Schadensersatz verpflichtet.

„Das Landgericht Traunstein setzt die Rechtsprechung der oberen Instanzen konsequent um. Gerade im Fall HypoVereinsbank ist dies von Bedeutung, weil diese in Oberbayern (Rosenheim, Altötting etc.) viele dieser Geschäfte verkauft hat.“ so Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht Michael A. Leipold. „Leider ist es vielen Kunden peinlich sich zu wehren oder sie werden durch die Bank durch eine spezielle Abteilung aus Augsburg dazu gedrängt, sich nicht zu wehren.“ so Leipold weiter.

Geschädigten Kunden der HypoVereinsbank kann nur empfohlen werden, keine weiteren Zahlungen auf die gescheiterten Swapgeschäfte zu leisten.

Die Leipold Rechtsanwaltsgesellschaft mbH mit Standorten in München, Frankfurt und Hamburg hat sich mit einem eigenen Swapteam unter Leitung von Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht Michael A. Leipold seit 2007 auf Swapverfahren für Privat-, Geschäftskunden und Kommunen spezialisiert und vertritt seit Jahren erfolgreich geschädigte Bankkunden.