Schiffsfonds: Schifffahrtindex bricht ein – Auswirkungen auf Fonds und Anleger

Schiffsfonds: Schifffahrtindex bricht ein – Auswirkungen auf Fonds und Anleger
20.06.2014314 Mal gelesen
Schlechte Aussichten für Schiffsfonds

Dass es im Fahrwasser der Schiffsfonds nicht gerade ruhig einhergeht, musste viele Anleger bereits am eigenen Leib spüren. Wie das Fondsmagazin „fondsprofessionell“ berichtet, lässt die Entwicklung des Baltic Dry Index (BDI) für die nächste Zeit wenig Optimismus zu.

Der Baltic Dry Index (BDI) ist für Investoren sowie Konjunkturforscher ein wichtiges Messinstrument. Der BDI bildet die Kosten für die weltweite Verschiffung von Wirtschaftsgütern wie Kohle, Getreide, Eisenerz auf internationalen Routen. Geht der BDI in Richtung Süden, lässt dies auf eine abkühlende Weltwirtschaft und damit auf einen verringerten Welthandel schließen. Besonders auffällig ist die Kursentwicklung seit Jahresbeginn. Hier ist ein Absturz von mehr als 50 Prozent zu verzeichnen.

Bereits im Jahr 2012 zeigte der BDI schwächen und entwickelte sich erst im vergangenen Jahr relativ stark. Im Kalenderjahr 2013 konnte der BDI an der Spitze eine Verdreifachung hinlegen und begann das laufende Jahr mit 2.113 Punkten. Am 09.06.2014 notierte der Index bei 880 Punkten, nachdem es bereits in der ersten Jahreshälfte zu einem starken Einbruch kam. Vor diesem Hintergrund sind auch nach Angaben des Branchendienstes Clarkson Research im ersten Halbjahr 2014 die die Charterraten für Massengutschiffe eingebrochen. Ein großer Capesize-Bulker verdient danach auf dem Spotmarkt durchschnittlich 11.200 Dollar, wobei der bisherige Durchschnitt in 2014 bei 14.680 Dollar lag. Aufgrund der Entwicklung sind die Analysten der Nord/LB wenig optimistisch gestimmt.

Auswirkungen auf Schiffsfonds
Besonders problematisch sind fallende Charterraten für Schiffsfonds und deren Anleger. Durch die sinkenden Raten haben viele Schiffsfonds Schwierigkeiten, ihre laufenden Kosten zu bedienen. Gelingt es den Schiffen nicht, entsprechende Aufträge einzuholen, bleibt vielen Schiffsgesellschaften nur noch die Insolvenz. Nachteilig wirkt sich ebenso das auf dem Schiffsmarkt herrschende Überangebot an Frachtschiffen im Vergleich zur Frachtware aus. Ursächlich hierfür ist ohne Zweifel die Tatsache, dass vor einigen Jahren, in denen die Wirtschaftsleistung und damit auch die Transportnachfrage von Gütern stetig gestiegen ist, ein Schiff nach dem anderen bei den Reedereien bestellt wurde. Diese Schiffe verlassen nun nach und nach den Stapel. Im Endeffekt kommen somit immer mehr Schiffe bei rückläufiger Frachtnachfrage hinzu.

Betroffenen Anleger von Schiffsfonds raten wir zu handeln. So hat uns eine Vielzahl von Anlegern übereinstimmend berichtet, dass sie bei der Wahl der Kapitalanlage „Schiffsfonds" in Bezug auf das Risiko stets auf Sicherheit bedacht waren. Über die mit einer Investition verbundenen Risiken wurden sie regelmäßig nicht aufgeklärt. Die IVA Rechtsanwalts AG berät Sie im Zusammenhang mit dem Anlagesegment Schiffsfonds. Wir prüfen in einer persönlichen Beratung, ob Sie mit Aussicht auf Erfolg Ihre Ansprüche durchsetzen können.

Für weitere Informationen oder Fragen stehen wir Ihnen auf www.iva.ag\Schiffsfonds gerne zur Verfügung.

IVA Rechtsanwalts AG
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