Prokon: Schwere Vorwürfe gegen die Chefetage

Prokon: Schwere Vorwürfe gegen die Chefetage
12.06.2014368 Mal gelesen
Prokon GmbH und die Anleger

Schwere Vorwürfe bei Prokon. Die Prokon Regenerative Energien GmbH hatte am 22.02.2014 beim Amtsgericht Itzehoe Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens gestellt. Für viele der 75.000 Anleger der Prokon war dieser Schritt ein Schock. Bereits Ende 2013 verkündete Prokon den Anlegern, dass alleine im Jahr 2012 einen Verlust von 171 Millionen Euro generiert wurde. Als Konsequenz zog eine Vielzahl von Anlegern ihr Kapital ab. Im Januar 2014 stellte Prokon für eine der Kerngesellschaften Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens. Im Zuge des aktuellen Verfahrens prüft nun der Insolvenzverwalter, ob der ehemalige Chef selbst in Anspruch genommen werden kann. Nach Angaben des Insolvenzverwalters habe die Prokon-Geschäftsführung einen bisherigen Schaden bei den Gläubigern von mehr als einer halben Milliarden Euro verursacht. Dieser soll in nicht unerheblichem Maße auf nicht besicherten Darlehn beruhen.

Im Wesentlichen investierte Prokon die Anlegergelder in drei Geschäftsbereiche. 170 Millionen Euro entfielen auf das Geschäftsfeld „Biogene Kraftstoffe“. Diese Sparte besteht hauptsächlich aus einer in Magdeburg ansässigen Bio Ölmühle, die unter anderem Biodiesel herstellt. Die Anlage brachte, entgegen der Planung, nahezu 37 Millionen Euro Verlust für Prokon.

Für den Prokon-Chef Robertus selbst könnte sein Engagement im Bereich „Biomasse“ zum Problem werden. Hierbei hatte Robertus ein Darlehn von nahezu 280 Millionen Euro an zwei Firmen vergeben. Eines der Unternehmen, ein Holzverarbeiter, musste für die durchaus ansehnliche Kreditsumme Zinsen in Höhe von zehn Prozent pro Jahr an Prokon abführen. Eine Alternative Kreditbeschaffung kam für den Holzverarbeiter nicht in Betracht. Von Kreditinstituten erhielt das Unternehmen keinerlei Kredite mehr.

Nach Äußerungen aus dem Firmenumfeld hatte Prokon weder Firmenanteile noch andere Sicherheiten für die Kreditgewährung erhalten. Im Zusammenhang mit der Kreditgewährung wird nun durch den Insolvenzverwalter geprüft, ob Robertus Sorgfaltspflichten in Bezug auf die Investitionen verletzt hat. Ob Robertus finanziell in der Lage ist, mögliche finanzielle Schäden zu ersetzen, ist allerdings fraglich.

Fachanwalt hilft Betroffenen
Betroffene Anleger der Prokon Regenerative Energien GmbH sollten den Rat eines auf das Kapitalanlagerecht spezialisierten Fachanwalts aufsuchen und mögliche Schadensersatzansprüche prüfen lassen. Die IVA Rechtsanwalts - AG ist eine auf den Anlegerschutz spezialisierte Rechtsanwaltskanzlei, die bundesweit ausschließlich geschädigte Kapitalanleger vertritt. Aufgrund unserer konsequenten Spezialisierung auf das Kapitalanlagerecht und dadurch, dass wir ausschließlich für geschädigte Kapitalanleger tätig werden, bieten wir Anlegerschutz auf höchstem Niveau.

Für weitere Informationen oder Fragen rund um das Thema Prokon sowie deren Krise stehen wir Ihnen auf www.anlegerschutz.ag\prokon gerne zur Verfügung.

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