Sparkasse Köln Bonn - wie viele Schneerenteopfer hat sie in Swapgeschäfte gestürzt?

06.04.2014867 Mal gelesen
Auffallend viele Kunden der Sparkasse Köln Bonn wurden durch Finanzvermittler aus dem Schneerentensystem zur Sparkasse gebracht. Die versprochene Verbesserung wurde am Ende teuer bezahlt durch Verluste aus Swapgeschäfte.

Hintergrund sind die so gennaten Zinswetten bzw. Zins- und Währungswetten welche den Kunden auch unter dem Begriff Swaps oder Cross Currency Swaps bekannt sind.

Betroffene Bankkunden schildern immer wieder den selben Ablauf der "Beratungsgespräche". So wurden Interessenten von Krediten Swaps angeboten, weil sie durch diese Geschäfte angeblich ihre monatliche Zinslast entschärfen könnten.

Genau das Gegenteil ist heute aber der Fall. Die Finanzierungen, gekoppelt mit den Swaps werden zur Schuldenfalle der Kunden.

Gerade bei einer Sparkasse mussten die Kunden nicht davon ausgehen, dass ihnen hochspekulative Zinswetten verkauft werden.

Rechtlich bewertet sieht es sehr schlecht für die jeweils betroffene Bank aus. Gerichte in ganz Deutschland sehen diese Art von Geschäft als nicht haltbar an. Aus diesem Grund werden die Banken in ganz Deutschland zur Rückabwicklung verurteilt bzw. müssen bei bereits abgelaufenen Geschäften Schadensersatz bezahlen.

Speziell im Fall der Sparkasse Köln Bonn hat das OLG gerade in einem Hinweis festgestellt, dass auf den unstreitigen anfänglichen negativen Marktwert hinzuweisen ist. Erfolgt dies nicht, wie beim vorliegenden Fall, hat der Kunde Anspruch auf Schadensersatz.

Betroffenen Bankkunden wird daher empfohlen, ihre Unterlagen von spezialierten Rechtsanwälten auf dem Gebiet der Derivate überprüfen zu lassen.