OLG Köln bleibt hart in Sachen Swapgeschäfte der Sparkasse Köln Bonn

30.03.2014830 Mal gelesen
In einer erneuten mündlichen Verhandlung stellte der Senat des OLG Köln klar, dass auch bei einem Absicherungsswap über den anfänglichen negativen Marktwert seitens der Sparkasse aufzuklären war.

Wegen gefährlicher Swapgeschäfte der Sparkasse Köln Bonn tritt das OLG Köln erneut in die mündliche Verhandlung ein. Unbestrittener anfänglicher negativer Marktwert droht zur Schadensersatzpflicht für die Bank zu führen. Der Kläger, welcher zuvor eine sogenannte Schneerente abgeschlossen hat und dafür ein Darlehen bei der HSH Nordbank abgeschlossen hat, wurde später zur Sparkasse Köln Bonn umgeschuldet. Die Sparkasse verkaufte dem Kläger ein variables Darlehen und einen Zins Währungs Swap . Angeblich zur Zinsoptimierung. Der Swap entpuppte sich als gefährliches Wettgesxhäft und brachte dem Kläger horrende Verluste. Das Landgericht Köln hat die Klage zunächst abgewiesen. Das OLG Köln hat in der ersten mündlichen Verhandlung klargestellt, dass das Urteil erster Instanz insofern keinen Bestand haben kann, sofern das Landgericht darauf abgestellt hat, dass es bereits keine Beratungsleistung seitens der Sparkasse gab. Bedenken hatte der Senat allerdings, dass bei einem Swap der zur Absicherung verwendet word auch auf den unstreitigen anfänglichen negativen Marktwert hingewiesen werden muss. Nach ausführlicher Beratung hat der Senat anscheinend seine Meinung darüber geändert und hat nunmehr erneut zur mündlichen Verhandlung geladen. "Dieses Verfahren ist typisch für den Bereich des Bank- und Kapitalmarktrechts. Anlegerschutzverfahren werden meist erst in der zweiten Instanz richtig entschieden. Keinesfalls sollten Anleger gegen ihre Bank klagen wenn sie nicht bereit sind das Verfahren durch mehrere Instanzen zu führen." So Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht Michael A. Leipold. Betroffenen Swapkunden wird dazu geraten ihre Ansprüche von spezialisierten Rechtsanwälten überprüfen zu lassen. Die Leipold Rechtsanwaltsgesellschaft mbH vertritt seit 11 Jahren geschädigte Anleger erfolgreich gegen Banken. Seit Jahren verfügt die Kanzlei über eine spezielle Swapabteilung.