Offene Immobilienfonds - Auflösung - Verjährung - Ombudsmannverfahren

21.12.2013218 Mal gelesen
Offene Immobilienfonds - Auflösung - Verjährung - Ombudsmannverfahren

In diversen Ombudsmannverfaren waren die Ansprüche wegen der spezialgesetzlichen Vorschriften in § 127 Investmentgesetz verjährt. Ein Anspruch verjährt nach § 127 Abs. 5 InvG in der bis zum 30.6.2011 geltenden Fassung ( § 148 InvG) spätestens in drei Jahren seit dem Abschluss des Kaufvertrages. Da die Vielzahl der Kaufverträge lange vor der Zeit datierten, waren alle Prospekt-haftungsansprüche verjährt. 

Damit kommt kein Anleger nach der Verfahrensordnung des Ombundsmann mehr zum Ombundsmann.

Auch Ansprüche gegen die Fondsverwaltung oder wegen der Depotsgebühren waren nicht erfolgreich. 

Auch im Urteil des OLG Schleswig vom 19.9.2013 hat das Gericht sich bei der Verjährung nach § 37 WpHG a.F. darauf gestützt, dass es keine Ausnahme aus § 242 BGB geben darf. OLG Schleswig, Urteil vom 19.9.2013 - 5 U 34/13

Anleger können nur im Wege des Vergleichs mit der Bank eine kleine Entschädigung verhandeln. Dazu sollte der Kunde sich eines Fachanwalts bedienen.