Prospektfehler – SHEDLIN Middle East Health Care 1

Prospektfehler – SHEDLIN Middle East Health Care 1
21.12.2013676 Mal gelesen
Prospektfehler kann Anspruch auf Schadensersatz begründen.

Ein Prospektfehler ist im Bank- und Kapitalmarktrecht die Stecknadel, die jeder Anlegerschutz-Anwalt im Heuhaufen zu finden hofft – aber was ist überhaupt ein Prospektfehler? Rechtsanwalt Georg Schepper aus Bielefeld: “Ein Prospekt ist fehlerhaft, wenn solche Angaben unrichtig oder unvollständig sind, die für die Anlageentscheidung von wesentlicher Bedeutung sind oder sein könnten (so statt aller BGH NJW 2002, 1711). Der Prospekt muss ein zutreffendes Bild über das Beteiligungssubjekt vermitteln. Er muss dazu den Kapitalanleger über alle Umstände, die für seine Entscheidung von wesentlicher Bedeutung sind oder sein können, sachlich richtig und vollständig unterrichten, insbesondere auch über Tatsachen, die den Vertragszweck vereiteln könnten (so <?doclink target_id="5310086" target_evcounter="" target_url=""?>BGHZ 79, 337).”

Und was heißt das? Grundsätzlich dient ein Prospekt dazu, einen Anleger von der Sinnhaftigkeit einer Anlage zu überzeugen. Er soll eigentlich sachlich über die Anlage informieren, ist aber an vielen Stellen nichts anderes als Werbung. Allerdings steht diese Werbung unter behördlicher Aufsicht: Finanzmarktprodukte und insbesondere deren Verkaufsprospekte unterliegen einer Überprüfungspflicht durch das Bundesamt für Finanzaufsicht, kurz Bafin. Wie auch im Rahmen des Skandals um S&K deutlich geworden ist, handelt es sich aber nur um eine Prüfung auf Vollständigkeit, Widerspruchsfreiheit sowie Verständlichkeit. Die inhaltliche Richtigkeit der im Prospekt gemachten Angaben ist dagegen nicht Gegenstand der Prüfung. Anlegeranwalt Schepper: “Fonds-Herausgeber versuchen oft, Risiken herunterzuspielen und Hoffnungen zu wecken und das ist aus deren Sicht auch nachvollziehbar.” Und weiter: “Eine Haftung wegen eines Prospektfehlers kann dann entstehen, wenn Falschaussagen den Anleger zu einer Entscheidung für die Anlage bewegen. Nachgewiesene Prospektfehler wiederum können zur einer Schadensersatzpflicht des Prospektherausgebers und ggf. auch andere Beteiligte führen!”

Hier hat der Bundesgerichtshof eindeutige Aussagen gemacht! Anlegeranwalt Schepper hatte Ende 2012 für einen Anleger des Fonds SHEDLIN Middle East Health Care 1 gegen diverse Beteiligte beim Landgericht Nürnberg-Fürth eine Schadensersatzklage wegen Prospektfehler erhoben. Begehrt wurde Schadensersatz in Höhe der Einlage zzgl. Agio Zug um Zug gegen Rückgabe der Beteiligung. Ende August vermieden die Beklagten ein abschließendes Urteil durch einen Vergleich zugunsten des Mandanten der Anwaltskanzlei Schepper. Sollten Sie der Meinung sein, als Anleger durch einen Prospekt falsch informiert worden zu sein, sollten sie anwaltliche Hilfe in Anspruch nehmen, Ihre Möglichkeiten prüfen und ggf. Schadensersatz fordern.

Mehr Informationen und Kontakt: www.kanzlei-schepper.de oder unter

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Rechtsanwalt Georg Schepper

Gerichtstraße 3
33602 Bielefeld
Telefon: 0521 - 968 717 84
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