Devisenmanipulation von Großbanken und Swaps - eine Wette mit gezinkten Karten?

Devisenmanipulation von Großbanken und Swaps - eine Wette mit gezinkten Karten?
08.12.2013215 Mal gelesen
Seit Tagen ist die Bankenwelt um einen Skandal reicher. Diesmal sollen Großbanken die Devisenkurse manipuliert haben und darauf Wetten abgeschlossen haben. Für die tausenden geschädigten Swapkunden bedeutet dies, sie sind mit gezinkten Karten falsch beraten worden.

Sollte sich dieser Skandal als wahr herausstellen, bekommen die vielen Swapverfahren gegen deutsche und internationale Banken eine ganz neue Dynamik. Im Ergebnis würde nämlich diese Kursmanipulation bedeuten, dass die betroffenen Kunden nicht nur falsch beraten worden sind, sondern hinterher auch noch durch ein falsches Spiel der Banken um ihr Geld gebracht worden wären. Damit müsste auch nicht mehr länger darüber diskutiert werden, ob die Beratungen nunmehr vorsätzlich oder fahrlässig falsch waren. Darüber hinaus müsste man auch keine Diskussionen mehr über eine mögliche Verjährung führen.

Beim Verdacht der Devisenkursmanipulation wären vor allem alle Cross Currency Swaps (CCS) und Currency Related Swaps (CRS) bzw. alle Swaparten bei denen Währungen in die Wetten mit einbezogen sind betroffen.

"Dieser neue Bankenskandal wäre das Itüpfelchen auf dem I bei den bisher ohnehin kaum fassbaren Swapverfahren. Bereits heute gibt es in jedem Swapverfahren neue skandalöse Erkenntnisse." so Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht Michael A. Leipold von der Leipold Rechtsanwaltsgesellschaft. 

Rechtsanwalt Leipold der sich seit Jahren fast ausschließlich auf Swaps spezialisiert hat, empfiehlt daher allen Swapkunden die sich bis dato noch nicht gegen diese Geschäfte oder die daraus entstandenen Verluste gewährt haben, unbedingt ihre Unterlagen überprüfen zu lassen und Ansprüche verjährungshemmend geltend zu machen.