Infinus Gruppe - war Razzia überzogen?

Infinus Gruppe - war Razzia überzogen?
08.12.20133904 Mal gelesen
Laut Medienberichten kommen die Vorstände der Infinusgruppe möglicherweise bald frei. Erste beschlagnahmte Fahrzeuge sollen sogar schon freigegeben worden sein. Für die Anleger ist ihr Geld aufgrund der Insolvenzen von 17 Firmen der Gruppe trotzdem erst einmal verloren.

Sollte die Staatsanwaltschaft bei der Razzia gegen die Infinus Gruppe übertrieben haben, nützt das den investierten Anlegern herzlich wenig. Ihr Geld ist aufgrund der Insolvenz von 17 beteiligten Unternehmen innerhalb der Infinus Gruppe erst einmal blockiert bzw. weg. Die Anleger müssen nun kostspielige Zivilverfahren führen, um ihr Geld zurück zu erlangen.

"Aber das Geld ist nicht endgültig verloren. Es gibt zahlreiche Ansatzpunkte den Großteil der angelegten Gelder zurück zu holen." so Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht Michael A. Leipold von der Leipold Rechtsanwaltsgesellschaft mbH. "Die Anleger sind leider derzeit aufgrund der zahlreichen Berichte und "Interessengruppen" völlig verunsichert und wissen nicht was sie machen sollen, weil sie Angst haben, noch mehr Geld zu verlieren." so Leipold weiter.

Dabei ist es bereits aus früheren Anlegerskandalen in Deutschland bekannt, dass es nichts bringt sich in Interessengemeinschaften oder ähnlichen zusammen zu schließen. Wie so oft im Leben, kann man sich nur selbst helfen. Wichtig ist die genaue Einzelfallbetrachtung. Nur dann haben Anlegerschutzverfahren gute Erfolgschancen. Aus diesem Grund ist es wichtig, als Anleger spezialisierte Rechtsanwälte aufzusuchen und alle Unterlagen mitzunehmen. Dabei sollte in einem individuellen Gespräch der Sachverhalt genau erfasst werden. Wenn der Anwalt des Vertrauens dann den Sachverhalt genau erfasst hat, kann er ein auf den Einzelfall abgestelltes Aufforderungsschreiben erstellen und ebenso möglicherweise die Klageschrift. 

Leipold weis aus der Vergangenheit, dass der Erfolg meistens im Detail liegt. Schadensersatzansprüche können fast immer durch den im Detail versteckten Fehler des Anlageberaters gewonnen werden.

Betroffene Anleger sollten daher eine persönliche Beratung in Anspruch nehmen, bevor sie sich dazu entschließen ihr investiertes Geld abzuschreiben oder darum zu kämpfen.