HypoVereinsbank - wurden Swapgeschäfte per Vorgabe Kunden durch die Bank aufgeschwatzt?

HypoVereinsbank - wurden Swapgeschäfte per Vorgabe Kunden durch die Bank aufgeschwatzt?
02.12.2013336 Mal gelesen
In einer Beweisaufnahme vor dem Landgericht München stellte sich heraus, dass die Generalisten Zielvorgaben zum Verkauf von Swapgeschäften hatten. Darüber hinaus gab es eine Art Ampelsystem, welche Währungen unter die Leute gebracht werden sollten.

Nach Aussage eines Ex - Mitarbeiters der Unicredit HypoVereinsbank hat die Bank ihre Generalisten dazu angewiesen, Kunden auszusuchen, welche man diese Geschäfte anbieten konnte. Dabei wurden bereits im Vorfeld Kreditprüfungen durchgenommen, ohne, dass dies die jeweiligen Kunden wussten.

Darüber hinaus hat der Ex Berater beschrieben, dass im Laufe der Jahre die Swapverkäufe aus München gesteuert wurden. Dafür gab es eine eigene Abteilung. In Form einer Ampel mussten dann die Mitarbeiter bestimmte Währungen an den Kunden bringen. Der Berater ging sogar soweit, dass er den Verdacht äußerte, dass bei der Isländischen Krone hohe Eigenbestände der Bank bewusst beim Kunden platziert wurden, um das Risiko der Währung auf den Kunden zu verlagern. In der Konsequenz würde das heißen, dass die Bank bewusst eine kaputte Währung in Kenntnis der baldigen Krise an den Kunden verkauft hat.

Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht Michael A. Leipold meint dazu:" Diese Aussage deckt sich mit den vielen Unterlagen die wir haben und ein ähnliches Bild wiedergeben. Es wäre unfassbar, wenn die Bank hier tatsächlich bewusst gehandelt hätte."

Im Ergebnis haben die Kunden aufgrund einer vielfältigen Rechtsprechung vom BGH bis zu den Landgerichten gute Chancen entstandene Verluste ersetzt zu erhalten.

Betroffenen Anlegern kann daher nur empfohlen werden, Ihre Unterlagen durch einen spezialisierten Rechtsanwalt prüfen zu lassen.