Anwaltswechsel - manchmal muss es einfach sein! Welche Kosten entstehen?

13.10.20131242 Mal gelesen
Anwaltswechsel - manchmal muss es einfach sein! Welche Kosten entstehen? Was ist zu beachten? Die Zweitmeinung wie bei Arztbesuchen üblich einholen!

Unzufrieden mit dem bisherigen Rechtsanwalt?

In kapitalanlagerechtlichen Streitigkeiten ist die Beauftragung eines Rechtsanwalts oder Fachanwalts für Bank- und Kapitalanlagerecht die Regel. Es gibt aber Situationen, in denen Mandant und Rechtsanwalt nicht mehr miteinander kommunizieren können. Die Ursachen dafür können mannigfaltig sein. So kann z.B. der Mandant der Meinung sein, dass der Rechtsanwaltentweder im Anlagerecht offensichtlich unerfahren ist und unnötig in die falsche Richtung recherchiert und gehandelt hat. Oder der Fachanwalt für Bank- und Kapitalanlagerecht hat im weiten Feld des Kapitalanlagerechts gerade auf diesem speziellen Gebiet zu wenig oder kaum Erfahrung im außergerichtlichen oder gerichtlichen Bereich. 

Der einzige Ausweg aus einer solchen Situation ist dann ein Anwaltswechsel, der dazu beitragen kann, dass ein Verfahren doch noch zu einem für den Mandanten guten Ende geführt wird.

Allerdings ist ein Anwaltswechsel immer mit zusätzlichen Kosten verbunden. Denn Anwälte haben bei einem Mandatsentzug das Recht, mit ihrem bisherigen Mandanten abzurechnen. Der Honoraranspruch ist der Höhe nach abhängig vom Stand des Verfahrens.

Gelegentlich nutzen Rechtsanwälte auch nicht alle Wege um zum Ziel zu kommen, Es ist nicht immer der Weg zum Gericht der vielversprechenste. Hier gibt es teilweise einen erheblichen Rückstau an Kapitalanlagensachen und auch unerfahrene Richt im Kapitalanlagebereich.

Praxistipp: Vor einem Anwaltswechsel eine rechtliche Zweitmeinung einholen!

Manchmal laufen Streitigkeiten im Kapitalanlagerecht nicht so, wie sich das die Kapitalanleger vorstellen. Wie in Arztsachen kann eine zweite Meinung insoweit ggf. Schaden verhindern oder zumindest Sicherheit geben, doch auf dem richtigen Weg zu sein.

Diese Option ist vor allem interessant, weil ein Anwaltswechsel regelmäßig mit Zusatzkosten verbunden ist (siehe oben). Wenn sich also die Einschaltung eines anderen Rechtsanwalts nicht zielführend ist oder aus anderen Gründen zu kompliziert oder nicht angezeigt ist, ist es ratsam, zunächst eine Zweitmeinung eines Fachanwalts im Kapitalanlagerecht einzuholen.

Der Zweitanwalt hat den Vorteil, dass er die Angelegenheit unbefangen prüft. Der Mandant kann damit die Einschätzung seines bisherigen Rechtsanwalts recht einfach mit der Beurteilung eines weiteren Experten abgleichen lassen. Eine Zweit­meinung kann evtl. auch alternative Ansätze zu einem Problem aufzeigen und eine wertvolle Hilfe in der Entscheidungs­findung darstellen.

Ein Rechts­gutachten kann bei einer unsicheren Rechts­lage alle Risiken umfassend bewerten und in Vergleichs­verhand­lungen von besonderem Wert sein.