Resch Rechtsanwälte: DSS Vermögensverwaltung - Die Anlegergelder sind verbrannt

Resch Rechtsanwälte: DSS Vermögensverwaltung -  Die Anlegergelder sind verbrannt
30.09.2013547 Mal gelesen
Bei den Fondsgesellschaften DSS Vermögensverwaltung Aktiengesellschaft & Co. 1. KG, DSS Vermögensverwaltung Aktiengesellschaft & Co. 2. KG und DSS Vermögensverwaltung Aktiengesellschaft & Co. Premium KG sind die Kommanditbeteiligungen aufgezehrt

Nach den letzten veröffentlichten Jahresabschlüssen waren bei der DSS Vermögensverwaltung Aktiengesellschaft & Co. 1. KG von den rund € 16 Millionen Anlegerkapital lediglich noch € 2 Millionen vorhanden. Bei der DSS Vermögensverwaltung Aktiengesellschaft & Co. 2. KG blieben von € 11,5 Millionen gerade noch € 2 Millionen übrig und bei der DSS Vermögensverwaltung Aktiengesellschaft & Co. Premium KG wurden von € 23 Millionen Kommanditkapital rund € 17 Millionen vernichtet.

Ausweislich des Verkaufsprospekts der DSS Vermögensverwaltung Aktiengesellschaft & Co. 2. KG sollten die von den Anlegern eingezahlten Kommanditeinlagen über die DSS 2. Beteiligungs GmbH und weiter über die DSS Fondsmanagement investiert werden und nach den Vertriebsbroschüren einen Wertzuwachs zwischen 5% und 15% erfahren.

Dieses sollte durch das erfahrene Management der Initiatoren Johann Jurenic und Harald Gietmann ermöglicht werden. Anstatt der Wertsteigerung stehen die Anleger vor einem Totalverlust ihrer Einlage.

Den Vertrieb der Beteiligungen als mittelbarer Kommanditist der genannten Fonds übernahm die DSS Vermögensverwaltung AG. Das Vertriebsmaterial beinhaltet unter anderem eine Beispielrechnung, die Gewinnprognosen von 6% bis 12% ausweist. Diese Berechnungen wurden auch den Untervertrieben und Vermittlern zur Verfügung gestellt. Es erfolgte kein Hinweis darauf, dass es sich bei den Gewinn- und Wertsteigerungsprognosen um Angaben „ins Blaue hinein“ handelte, die keine realistische Grundlage hatte.

In mehreren uns bekannten Fällen wurde Anlegern sogar geraten, bestehende Anlagen zu kündigen, bei denen die Rückzahlung des angelegten Kapitals garantiert war, um die Rückkaufswerte in einen DSS Fonds zu investieren.

Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs stehen einem Anleger der bei Zeichnung einer Kapitalanlage von einem Anlageberater unvollständig oder falsch über das Produkt und die damit verbundenen Risiken aufgeklärt oder getäuscht worden ist, gegenüber dem Anlageberater ein Schadensersatzanspruch in Höhe des ihm entstandenen Verlusts zu.

Ein solcher Aufklärungs- und Beratungsfehler kommt nach Auffassung des Bundesgerichtshofs (BGH, III ZR 122/05) beispielsweise dann in Betracht, wenn der Anlageberater oder Anlagevermittler dem Anleger gegenüber die von ihm empfohlene Anlage als "sicher" bezeichnet hat, obwohl diese mehr oder weniger spekulativ, bzw. mit dem Risiko eines Totalverlusts behaftet ist.

Die im Verkaufsprospekt enthaltenen Risikohinweise einer solchen Kapitalanlage, bedeuten nicht, dass ein Anlageberater Risiken herunter spielen und mit seinen Erklärungen ein Bild zu zeichnen darf, das die Risikohinweise im Prospekt neutralisiert (BGH, III ZR 159/07).

Zudem muss ein Anlageberater das von ihm empfohlene Produkt auf seine Plausibilität prüfen und gegebenenfalls von einer Beteiligung abraten. Dem Anleger ist auch zu erläutern dass das empfohlene Produkt in Ermangelung eines entsprechenden Marktes nur eingeschränkt wieder verkäuflich ist, dass also grundsätzlich eine Fungibilität (Handelbarkeit) fehlt (BGH, III ZR 44/06).

Eine unvollständige und damit fehlerhafte Aufklärung und Beratung liegt regelmäßig auch dann vor, wenn der Anleger von seinem Anlageberater oder Anlagevermittler nicht darauf hingewiesen oder darüber im Unklaren gelassen wurde, dass nur ein vergleichsweise geringer Teil der Anlegergelder überhaupt zu Investitionszwecken verwendet wird, während mit einem Großteil des Geldes sog. Weichkosten bezahlt werden (BGH, II ZR 310/03).

Die Kanzlei Resch Rechtsanwälte empfiehlt daher allen Anlegern, die eine Beteiligung an den Fonds der DSS Vermögensverwaltung gezeichnet haben, mögliche Schadenersatzansprüche prüfen zu lassen.

Für die Anleger erstellen wir eine kostenfreie Ersteinschätzung der rechtlichen Möglichkeiten, sich von der Beteiligung zu lösen und gegebenenfalls auch noch einen Schadenersatz zu realisieren