Anlegerskandal bei Wölbern? Was ist zu tun?

Anlegerskandal bei Wölbern? Was ist zu tun?
25.09.2013263 Mal gelesen
Der Chef des Fondshauses Wölbern wurde gestern nach einer Razzia verhaftet. Ca. 40.000 Anleger sind betroffen. Auch die Treuhänder könnten im Anlegerskandal verwickelt sein. Die Leipold Rechtsanwaltsgesellschaft mbh mit Sitz in Hamburg, München und Frankfurt vertritt bereits zahlreiche Anleger.

Das Hamburger Unternehmen Wölbern Investment ist in das Visier der Staatsanwaltschaft geraten und droht möglicherweise zu einem neuen Anlegerskandal in Deutschland zu werden. Das Investmenthaus hat ca. 97 Fonds aus dem Bereich Private Equity bzw. Real Estate aufgelegt. Rund 40.000 Anleger haben teilweise ihre Altersvorsorge in diese Fonds investiert.

Wie sich jetzt herausstellt, hat der Vorstand möglicherweise einen großen Teil des investierten Geldes gewerblich veruntreut. Dies zumindest der Tatvorwurf der Staatsanwaltschaft Hamburg. Insgesamt geht es um über 300 Überweisungen.

Die Anleger haben schon lange mit den von der Commerzbank, Citibank und Sparkassen vertriebenen Produkten Schwierigkeiten.

Grundsätzlich ist der Vertrieb von geschlossenen Fonds an private Anleger sehr bedenklich. Das Risiko eines Totalverlustes oder auch die mangelnde Handelbarkeit dieser Fonds wird den Anlegern zumeist vorenthalten. Im guten Vertrauen auf die Berater investieren private Anleger immer wieder ihr angespartes Geld zum Zwecke der Altersvorsorge. Dazu sind gerade diese Produkte nicht geeignet.

Fachanwalt für Bank und Kapitalmarktrecht Michael A. Leipold aus der Leipold Rechtsanwaltsgesellschaft mbH meint dazu: " Es ist unglaublich, dass immer wieder Anlegerskandale in Deutschland in diesen Dimensionen auftreten. Es ist an der Zeit, dass der Gesetzgeber genauer hinsieht, wenn mit Geldern von Anlegern "gespielt" wird." "Es kann nicht sein, dass hart arbeitende Menschen um ihr erspartes gebracht werden, weil Banken und Anlagegesellschaften nicht verantwortungsvoll mit dem anvertrauten Geld umgehen." so Leipold weiter.

Kommt wie im Falle Wölbern noch ein nicht ordnungsgemäßes Verhalten des Fondsunternehmens hinzu, bleiben die Anleger oft auf der Strecke. Dies muss aber nicht so sein, da bereits bis zum Bundesgerichtshof die Gerichte den Weg für Anleger frei gemacht haben, bei einer Falschberatung ihr Geld zurück zu erhalten.

Betroffenen Anlegern kann daher nur empfohlen werden, ihre Investments bei Wölbern von spezialisierten Rechtsanwälten überprüfen zu lassen, bevor das Geld endgültig verloren ist.