Capital Advisor Fund II (CAFII): Schadenersatz für geschädigten Anleger vor Gericht erstritten

08.08.2013316 Mal gelesen
Berlin, den 8. August 2013. Erneut konnten wir in einem Verfahren vor Gericht einem geschädigten CAFII-Anleger helfen. Das Landgericht Nürnberg-Fürth (n. rk.) sprach ihm vollen Schadenersatz zu.

Der Fall

Unser Mandant hatte sich im Jahre 2006 mit einer Gesamtsumme von über 30.000 EUR Einmalzahlung und zusätzlichen monatlichen Ratenzahlungen an der Capital Advisor Fund II GbR beteiligt. Ende des Jahres 2008 erfuhr er, dass diese Beteiligung erheblich risikobehaftet sei. Daraufhin wandet er sich an unsere Kanzlei. Wir erklärten in seinem Namen den Widerruf, die Anfechtung und die außerordentliche Kündigung dieser Beteiligung. Die Fondsgesellschaft wies die Ansprüche zurück. Wir erhoben Klage.

Die Entscheidung

Unsere Klage war erfolgreich. Das Landgericht folgte einer einschlägigen Entscheidung des Oberlandesgerichts Nürnberg, wonach „ein Vertreiber von Kapitalanlagen, der Anlageinteressenten vorsätzlich durch Falschangaben täuscht und die Schädigung der Anleger zumindest billigend in Kauf nimmt, diesen wegen vorsätzlicher sittenwidriger Schädigung zum Schadenersatz verpflichtet“ ist.

Da der Vorstand des Obervertriebs seine Mitarbeiter dahingehend schulte, in den Beratungsgesprächen die Risiken der Anlage gegenüber den Anlegern zu verharmlosen bzw. zu verschweigen, nahm ihn das Gericht in Haftung.

Der Gründungsgesellschafter der CAF II musste sich das Verhalten des tätig gewordenen Vermittlers zurechnen lassen und wurde deshalb ebenfalls in die Haftung genommen.

Im Ergebnis wurden beide als Gesamtschuldner zum Schadenersatz gegenüber unserem Mandanten verpflichtet. Außerdem mussten sie ihn von allen Verbindlichkeiten freistellen.

Kommentar

Die vom Landgericht im entschiedenen Fall für erwiesen erachtete Tatsache, dass der Vorstand des Obervertriebs seine Mitarbeiter in den Schulungen dazu anhielt, bei der Vermittlung von Beteiligungen an der CAF II die Risiken der Anlage zu verharmlosen bzw. zu verschweigen, um so leichter diese Kapitalanlage verkaufen zu können, hat in der Vermittlungspraxis dazu geführt, dass Anleger falsch beraten oder gar getäuscht wurden. Insofern ist der geschilderte Fall ein typischer Fall. Mit anderen Worten: Einer Vielzahl von CAF II-Anlegern ist Gleiches widerfahren, so dass auch sie Anspruch auf Schadenersatz geltend machen können.

 

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