S & K: Mehrere Insolvenzverfahren eröffnet

05.08.2013716 Mal gelesen
Die Aufarbeitung des S&K-Skandals nimmt an Fahrt auf. In den letzten zwei Wochen wurden die ersten Insolvenzverfahren eröffnet. S & K: Mehrere Insolvenzverfahren eröffnet! Anleger sollten sich hinsichtlich der Insolvenzverfahren beraten lassen, damit Ansprüche nicht verfallen.



Die neueste Entwicklung im S&K-Skandal ist die Eröffnung des Insolvenz-verfahrens des Amtsgerichts Hamburg über die

S&K Sachwert Fonds 2 (Az. 67g IN 149/13, Hamburg).

Zum Insolvenzverwalter berief das Gericht Rechtsanwalt Achim Ahrendt. Alle Gläubiger sind dazu aufgerufen ihre Ansprüche bis zum

                                                               21.10.2013

beim Insolvenzverwalter anzumelden. Die Gläubigerversammlung ist für den 24.10.2013 angesetzt. 

Des Weiteren wurde am Mittwoch ein vorläufiges Insolvenzverfahren über den Fonds  

S&K Real Estate Value Added

eröffnet. Über die Investitionsgesellschaft des Fonds,

die S&K Real Estate Value Added GmbH,

wurde ebenfalls am Mittwoch das Insolvenzverfahren eröffnet.

Als vorläufiger Verwalter ist Rechtsanwalt Ahrendt (Az. 67g IN 141/13, Hamburg) benannt worden. 

Die laufenden Insolvenzverfahren ergänzen die Insolvenzverfahren über die Vorgängerfonds Deutsche S&K Sachwerte, welche am 20.6. diesen Jahres eröffnet wurden (Az. 67g IN 141/13, Hamburg).

Bereits mit Schreiben vom 15.07.2013 wurden die Anleger der 2011 emittierten Fonds

S&K Investement und

S&K Investment Plan GmbH & Co. KG

über die Eröffnung des Insolvenzverfahrens in Kenntnis gesetzt (Az. 67g IN 151/13 und 67g IN 152/13). Als Insolvenzverwalter wurde Dr. Jens-Sören Schröder vom Amtsgericht Hamburg benannt.

 

 


Fast zeitgleich zu der Eröffnung der aktuellen Insolvenzverfahren hat ein ge-schädigter S&K-Anleger beim Amtsgericht München eine Pfändung eines Teils des Privatvermögens von S&K-Chef Jonas Köller erwirkt. Die Pfändung betrifft eine indirekte Beteiligung an einem Kölner Hochhaus, die der S&K-Chef an einen der Fonds weitergegeben hatte, berichtet die Wirtschaftswoche. Die Zahlung des Kaufpreises sollte der Fonds in Raten an Jonas Köller zahlen. Diese Zahlungen werden durch den Pfändungsbeschluss nun blockiert. "Falls er später erfolgreich gegen den S&K-Chef klagt, kann der Anleger sicher sein, dass er sein Geld zurück erhält. Als Begründung für Pfändung diente den Fachanwälten für Bank- und Kapitalanlagerecht Juristen des Klägers ein Prospektfehler, der vom Gericht als Anspruchsgrundlage akzeptiert wurde. 

Insgesamt haben mehrere Tausend Anleger 100 Millionen Euro in die Frankfurter Immobiliengruppe S&K investiert, deren Chefs Jonas Köller und Stephan Schäfer seit Februar 2013 wegen Verdachts auf Betrug und Betrieb eines illegalen Schneeballsystems in Untersuchungshaft sitzen.

Die Staatsanwaltschaften schätzen die Schäden, welche das S&K-System verursacht hat, auf mehrere 100 Millionen Euro. 

Anleger sollten sich durch einen Fachanwalt für Bank- und Kapitalanlagerecht bei der Durchsetzung der Ansprüche beraten lassen.