Deutsche Bank zieht sich im Swapverfahren vor dem OLG München zurück

21.05.2013424 Mal gelesen
Deutsche Bank gibt vor dem OLG München wegen Falschberatung im Zusammenhang mit einem Swapgeschäft auf und nimmt Berufung zurück. Banken vermeiden höchstrichterliche Rechtsprechung im Zusammenhang mit Swapgeschäften.

Zunächst hatte die Deutsche Bank vor der 34. Zivilkammer des Landgerichts München I in erster Instanz verloren. Nach dem die Bank auch vom OLG München eine negative Einschätzung erhalten hat, zieht sie die Berufung zurück.

Die Entscheidung ist nur eine Reihe von Verfahren gegen Banken welche sich Schadensersatzansprüchen wegen Falschberatung im Zusammenhang mit Swaps ausgesetzt sehen.

Dabei ist die Deutsche Bank bereits vor dem Bundesgerichtshof wegen einem Spread Ladder Swap zu Schadensersatz verurteilt worden.

Dabei hat auch die 34. Zivilkammer in München bereits vor einiger Zeit entschieden, dass die Ansprüche wegen Falschberatung im Zusammenhang mit Swaps nicht nach dem WpHG verjährt sind.

Gerade München und Stuttgart sind für eine sehr kritische Rechtsprechung im Zusammenhang mit Swaps bekannt. Auch die Unicredit HypoVereinsbank sieht sich in einer hohen dreistelligen Anzahl von Verfahren, Schadensersatzansprüchen von Kunden ausgesetzt. In ihrer letzten Bilanz hat die HypoVereinsbank einen hohen zweistelligen Millionenbetrag an Rückstellungen für diese Verfahren gebildet.

Betroffenen Kunden kann daher nur empfohlen werden, ihre Swapgeschäfte auf Anzeichen einer Falschberatung überprüfen zu lassen und ggf. Ansprüche gegen die Banken geltend zu machen. Zahlungen sollten nur noch unter Vorbehalt geleistet werden.