Schiffsfonds SAG Unternehmensbeteiligungsgesellschaft MT Tatina mbH & Tankschiff KG – MT Hellespont “Tatina” Sanierungskonzept beschlossen

20.03.2013434 Mal gelesen
Schiffsfonds SAG Unternehmensbeteiligungsgesellschaft MT Tatina mbH & Tankschiff KG – MT Hellespont “Tatina” Es wurde auf eine Veranstaltung für die Anleger mit einer ausreichenden Mehrheit ein Sanierungskonzept für die Fortführung des Fonds beschlossen.

Dies mag zunächst einmal für die Anleger des Schiffsfonds vorteilhaft sein, da die Zahlungsunfähigkeit, und somit eine drohende Insolvenz, abgewendet werden konnte. Fraglich ist nun, ob das gesamte Fortführungskonzept aber dazu führen wird, dass der Schiffsfonds positiv verlaufen wird und nicht dennoch erhebliche Verluste für die Anleger eintreten werden.

Ein erster Indikator dafür, dass ein Fortführungskonzept möglicherweise keine nennenswerte Änderung herbeigeführt hat, sind die Entwicklungen des Preises für Anteile auf dem sogenannten Zweitmarkt. Dort werden Schiffs-fondsanteile für die MT Tatina mit ca. 15 % gehandelt.

Da für das Fortführungskonzept nicht sämtliche Punkte offengelegt wurden, wird sich in naher Zukunft zeigen, ob die Fondsgeschäftsführung sämtliche Kriterien im Hinblick auf eine positive Entwicklung berücksichtigt hat.

Zeigt sich, dass das Konzept nicht greifen wird, wird für die Anleger der MT Tatina die gleiche Situation eintreten, wie für viele andere Schiffsfonds-beteiligte bei anderen Schiffsfonds. Es drohen erhebliche Verluste bis hin zu einem Totalverlust.

Deshalb sollten Anleger prüfen lassen, ob die Anteile am oben benannten Schiffsfonds z. B. durch eine Bank vertrieben wurden oder ob Schadener-satzansprüche gegen die Vermittler geltend gemacht werden können. Aus zahlreichen Gesprächen mit Schifffondsanlegern wird deutlich, dass auf die wesentlichen Risiken einer derart spekulativen Anlageform nicht hingewiesen wurde. Nicht selten wurde mitgeteilt, dass die Schiffsfondsbeteiligung eine Ergänzung zur Altersvorsorge sei und hierfür sogar geeignet sei. Dies ist mitnichten der Fall.

Die Auswirkungen der Reduzierung der Charterraten auf die Ausschüttungen und den Verlauf des Fonds wurden verharmlost bzw. nicht ordnungsgemäß dargestellt. Vielmehr wurde durch die Vermittler, aber auch von zahlreichen Banken, Sparkassen und Volksbanken die Beteiligung an einem Schiffsfonds so dargestellt, dass das Schiff jeweils immer als Gegenwert vorhanden sei und es bezüglich der Ausschüttungen nur zu geringen Schwankungen kommen würde.

 Dies ist nicht zutreffend, da bei einer Reduzierung der Chaterraten unter die monatliche finanzielle Verpflichtung des Fonds Zahlungsausfälle bei Banken drohen, welche dazu führen können, dass entweder eine Insolvenz eintritt oder aber das Schiffe notverkauft werden muss.

Wurde die Beteiligung durch eine Bank vermittelt, hätte diese auch auf zusätzliche erhaltene Provisionen hinweisen müssen.  Eine Beratung durch einen Fachanwalt für Bank- und Kapitalanlagerecht erscheint deshlab wichtig.