Hansa Treuhand HT Flottenfonds V – Wann können Anleger Schadensersatz fordern?

Hansa Treuhand HT Flottenfonds V – Wann können Anleger Schadensersatz fordern?
05.02.2013395 Mal gelesen
Der Schiffsfonds Hansa Treuhand HT Flottenfonds V wurde bereits im vergangenen Jahr 2012 von den Schwierigkeiten der Schifffahrtskrise nicht verschont. Welche rechtlichen Ansatzpunkte gibt es für Anleger?

Die Schiffsbeteiligung Hansa Treuhand HT Flottenfonds V war schon im vergangenen durch die Auswirkungen der Schifffahrtskrise in Bedrängnis gekommen. Nun sollen die Anleger darüber informiert worden sein, dass sich der Tanker MT HS Elektra verkauft sei und dass die finanzielle Lage bei den beiden weiteren Fondsschiffen MS HS Berlioz und MS HS Scott auch alles andere als gut sei.

 

Damit würden den Schiffen und den Anlegern des Schiffsfonds Unerfreuliches widerfahren, jedoch sind die Geschehnisse rund um den Hansa Treuhand HT Flottenfonds V inmitten der Schifffahrtkrise alles andere als Einzelfälle. Schifffahrtsunternehmen  sind auf Einnahmen angewiesen, die die Kosten decken und an die Dachfonds in Form von Ausschüttungen weitergegeben werden. Wenn dies nicht funktioniert, gehören die Anleger eines Schiffsfonds zu den Leidtragenden.

 

Was können Anleger unternehmen, wenn ihr Schiffsfonds in Bedrängnis geraten ist? Eine Möglichkeit ist die Überprüfung der Anlageberatung durch einen Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht. Da Schiffsfonds wie der HansaTreuhand HT Flottenfonds V Anlegern von (Bank)Beratern empfohlen wurde, musste die Anlageberatung den Anforderungen anleger- und anlagegerechten Anlageberatung gerecht werden.
 
Ansatzpunkt Anlageberatung

 
Die Rechtsprechung fordert von einer Anlageberatung folgendes: Zunächst müssen die Wünsche und Ziele des Anlegers ermittelt und werden und eine Kapitalanlage ausgewählt werden, die diese Vorgaben berücksichtigt. In einem zweiten Schritt müssen die Berater umfassend über die Kapitalanlage informieren: Wie funktioniert das Anlagemodell und welche Risiken bestehen? Die Berater dürfen also nicht nur die Vorteile und Chancen eines Finanzprodukts anpreisen, sie müssen auch über dessen Risiken aufklären. Schiffsfonds als Unternehmensbeteiligungen sind mit einem Insolvenzrisiko, Totalverlustrisiko und so wie diversen Betriebsrisiken behaftet.
 
Den Anleger ist angesichts solcher Risiken ein umfassendes und realistisches Bild der Kapitalanlage zu zeichnen, damit sie eine informierte Entscheidung über eine Investition fällen konnten. In diesem Zusammenhang stellt sich auch immer wieder die brisante Frage nach (versäumten) Hinweisen auf Provisionen. Wurde gegen eine Beratungspflicht verstoßen, können die Anleger Schadensersatz wegen falscher Anlageberatung fordern.
 
Für falsch beratene Anleger des Schiffsfonds Hansa Treuhand HT Flottenfonds V bestehen gute Chancen, dass sie sich von ihrer Beteiligung an dem Schiffsfonds trennen können und Schadensersatz fordern können. Die Anleger des Hansa Treuhand HT Flottenfonds V sollten nicht zögern, sich von einem Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht beraten zu lassen. Anleger können so ihre individuellen Chancen ausloten lassen, ob sie Schadensersatzansprüche erfolgreich durchsetzen können.
 

Weitere Informationen:

Infoseite Hansa Treuhand Schiffsfonds

Infoseite Schiffsfonds und Schiffsbeteiligungen

 

Dr. Stoll & Kollegen Rechtsanwaltsgesellschaft mbH

Kanzlei für Bank- und Kapitalmarktrecht

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