Lloyd Fonds LF 47 Flottenfonds III: Was wird die Anleger des Schiffsfonds im Jahr 2013 erwarten?

Lloyd Fonds LF 47 Flottenfonds III: Was wird die Anleger des Schiffsfonds im Jahr 2013 erwarten?
31.01.2013201 Mal gelesen
Der Schiffs-Dachfonds Lloyd Fonds LF 47 Flottenfonds III hatte in den vergangenen Monaten mit Problemen zu kämpfen. Welche rechtlichen Optionen gibt es für Anleger, die sich von ihrer Beteiligung trennen möchten?

Die Bilanz des Jahres 2012 dürfte für den Schiffsfonds Lloyd Fonds LF 47 Flottenfonds III eher mager ausfallen. Wie sich einer vorläufigen Einschätzung des vergangenen Jahres in der aktuellen Leistungsbilanz entnehmen lässt, werden wohl bei fünf der sechs Schiffsbeteiligungen des 2004 aufgelegten Lloyd Fonds LF 47 Flottenfonds III keine Einnahmen an den Dachfonds fließen. Ein möglicher Ausfall der Ausschüttungen wird nicht ausgeschlossen. Für das Jahr 2011 hatten die Anleger noch eine Ausschüttung in Höhe von 2 % erhalten.

 

Welche rechtlichen Optionen stehen Anlegern offen?

 

Das endgültige Ergebnis für das Jahr 2012 wird erst im Lauf des Jahrs 2013 festgestellt werden, jedoch zeigt die Einschätzung der Fondsverwaltung, wohin die Reise wohl gehen wird. Zwar gehören ausfallende Ausschüttungen angesichts der Schifffahrtskrise zu den eher „milden“ Konsequenzen des Jahres 2012 für Schiffsfonds-Anleger, nichtsdestotrotz demonstrieren auch ausfallende Ausschüttungen, dass Schiffsfonds und somit auch Dachfonds vom wirtschaftlichen Erfolg ihrer Schiffe abhängig sind. Über diese und weitere Kennzeichen des Lloyd Fonds LF 47 Flottenfonds III mussten die Anleger vor der Investition im Rahmen einer anleger- und anlagegerechten Anlageberatung informiert werden.

 
Eine ordnungsgemäße Anlageberatung muss in zwei Schritten erfolgen. Zunächst müssen die Wünsche und Ziele des Anlegers ermittelt und werden und eine Kapitalanlage ausgewählt werden, die diese Vorgaben berücksichtigt. In einem zweiten Schritt müssen die Berater umfassend über die Kapitalanlage informieren: Wie funktioniert das Anlagemodell und welche Risiken bestehen? Die Berater dürfen also nicht nur die Vorteile und Chancen eines Finanzprodukts anpreisen, sie müssen auch über dessen Risiken aufklären. Schiffsfonds als Unternehmensbeteiligungen sind mit einem Insolvenzrisiko, Totalverlustrisiko und so wie diversen Betriebsrisiken behaftet.

 

Anlageberatung musste realistisches Bild von Chancen und Risiken zeichnen 

 

Angesichts solcher Risiken war den Anlegern ein umfassendes und realistisches Bild der Kapitalanlage zu zeichnen, damit sie eine informierte Entscheidung über eine Investition fällen konnten. In diesem Zusammenhang stellt sich auch immer wieder die brisante Frage nach (versäumten) Hinweisen auf Provisionen. Wurde gegen eine Beratungspflicht verstoßen, können die Anleger Schadensersatz wegen falscher Anlageberatung fordern.

 
 
Für falsch beratene Anleger des Schiffsfonds Lloyd Fonds LF 47 Flottenfonds III bestehen gute Chancen, dass sie sich von ihrer Beteiligung an dem Schiffsfonds trennen können und Schadensersatz fordern können. Da jedes Anlageberatungsgespräch einen eigenen, einzigartigen Verlauf hatte, bedarf es einer Prüfung des individuellen Anlageberatungsgesprächs, um die individuellen Aussichten auf Schadensersatz ermitteln zu können. Die Anleger des Lloyd Fonds LF 47 Flottenfonds III sollten nicht zögern, sich von einem Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht beraten zu lassen.

 

Weitere Informationen:

Infoseite Schiffsfonds und Schiffsbeteiligungen

 

Dr. Stoll & Kollegen Rechtsanwaltsgesellschaft mbH

Kanzlei für Bank- und Kapitalmarktrecht

Einsteinallee 3

77933 Lahr

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