Lloyd Fonds LF 36 MS San Antonio – Wann steht Anlegern des Schiffsfonds Schadensersatz zu?

Lloyd Fonds LF 36 MS San Antonio – Wann steht Anlegern des Schiffsfonds Schadensersatz zu?
21.01.2013223 Mal gelesen
Die Situation des Lloyd Fonds LF 36 MS San Antonio ist nicht die allerbeste. In welchen Fällen können Anleger Schadensersatzansprüche geltend machen?

Es steht nicht alles zum Besten bei dem Schiffsfonds Lloyd Fonds LF 36 MS San Antonio, denn die Schiffsbeteiligung plagen gleich mehrere Probleme. So ist die finanzielle Situation des Schiffsfonds Lloyd Fonds LF 36 MS San Antonio in eine Schieflage geraten: Es besteht Sanierungsbedarf und es steht eine finanzielle Beteiligung der Anleger im Raum. Doch auch die Kredite des Lloyd Fonds LF 36 MS San Antonio verursachen Probleme: Die 105 %-Klausel, auch  loan-to-value-Klausel genannt, ist verletzt, was – neben den ausfallenden Ausschüttungen – weitere Konsequenzen nach sich ziehen kann. Bei der 105 %-Klausel geht es um Wertverhältnis von Schiff und Kredit, das nicht über ein bestimmtes Verhältnis – die  namensgebenden 105 % - steigen darf, da ansonsten Sanktionen drohen.

 

Wohin steuert der Lloyd Fonds LF 36 MS San Antonio im Jahr 2013?

 

Es ist keine optimale Ausgangslage für den Schiffsfonds Lloyd Fonds LF 36 MS San Antonio für das Jahr 2013. Da das Jahr 2013 aber eben erst angefangen hat, ist noch offen, welchen Kurs die Schiffsbeteiligung einschlagen wird. Daher kann auch nur abgewartet werden, wie sich die Thematik der loan-to-value-Klausel und die Sanierung weiterentwickeln. Sollten Anleger sich angesichts der Situation des Schiffsfonds Gedanken über ihre rechtlichen Ansprüche machen, können sie sich an einen Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht wenden, um klären zu lassen, welche Möglichkeiten ihnen offenstehen. Zum Beispiel kann ermittelt werden, ob Schadensersatzansprüche bestehen. Ein Ansatzpunkt für solche Ansprüche ist die Überprüfung der Anlageberatung auf Fehler.

 
Im Rahmen einer ordnungsgemäßen Anlageberatung müssen zuerst die Wünsche und Ziele des Anlegers ermittelt werden und dann eine Kapitalanlage ausgewählt werden, die diese Vorgaben berücksichtigt. In einem zweiten Schritt müssen die Berater umfassend über die Kapitalanlage informieren: Wie funktioniert das Anlagemodell und welche Risiken bestehen? Die Berater dürfen also nicht nur die Vorteile und Chancen eines Finanzprodukts anpreisen, sie müssen auch über dessen Risiken aufklären. Schiffsfonds als Unternehmensbeteiligungen sind mit einem Insolvenzrisiko, Totalverlustrisiko und so wie diversen Betriebsrisiken behaftet.

 

Anlageberatung durfte Risiken nicht aussparen

 

Angesichts solcher Risiken war den Anlegern des Schiffsfonds Lloyd Fonds LF 36 MS San Antonio ein umfassendes und realistisches Bild der Kapitalanlage zu zeichnen, damit sie eine informierte Entscheidung über eine Investition fällen konnten. In diesem Zusammenhang stellt sich auch immer wieder die brisante Frage nach (versäumten) Hinweisen auf Provisionen. Wurde gegen eine Beratungspflicht verstoßen, können die Anleger Schadensersatz wegen falscher Anlageberatung fordern.
 
Für falsch beratene Anleger des Schiffsfonds Lloyd Fonds LF 36 MS San Antonio bestehen gute Chancen, dass sie sich von ihrer Beteiligung an dem Schiffsfonds trennen können und Schadensersatz fordern können. Da jedes Anlageberatungsgespräch einen eigenen, einzigartigen Verlauf hatte, bedarf es einer Prüfung des jeweiligen Anlageberatungsgesprächs, um die individuellen Aussichten auf Schadensersatz ermitteln zu können. Die Anleger des Lloyd Fonds LF 36 MS San Antonio sollten nicht zögern, sich von einem Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht beraten zu lassen. Anleger sollten beachten, dass im Jahr 2003 wegen der 10-jährigen Höchstverjährungsfrist Verjährung drohen kann.

 

Weitere Informationen

Infoseite Schiffsfonds und Schiffsbeteiligungen

 

Dr. Stoll & Kollegen Rechtsanwaltsgesellschaft mbH

Kanzlei für Bank- und Kapitalmarktrecht

Einsteinallee 3

77933 Lahr

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