Postbank empfahl Schiffsfonds? Wann steht Anlegern Schadensersatz zu?

Postbank empfahl Schiffsfonds? Wann steht Anlegern Schadensersatz zu?
11.01.2013374 Mal gelesen
Welche Rechte und Ansprüche können Postbank-Kunden geltend machen, denen die Investition in einen – heute vielleicht notleidenden – Schiffsfonds empfohlen wurde?

Das Jahr 2012 war für die Schiffsfonds kein besonders glückliches Jahr. Dutzende Schiffsinsolvenzen, ausfallende Ausschüttungen und zahlreiche Sanierungen – teilweise mit der Rückforderung von Ausschüttungen verbunden – sind die traurige Bilanz der vergangenen Monate. Von dieser Misere sind auch Kunden der Postbank betroffen, denen die Berater der Postbank (Finanzberatung) die Investition in einen Schiffsfonds von z. B. MPC, Atlantic, Gebab oder auch von Lloyd Fonds empfahlen. Doch nicht jede dieser Empfehlungen entpuppte sich als „Volltreffer“.

 

Postbank-Kunden, die an ihrer Beratung zweifelten, wandten sich auch an die Kanzlei Dr. Stoll & Kollegen. In verschiedenen der Kanzlei Dr. Stoll & Kollegen vorliegenden Fällen ist immer wieder zu beobachten, dass die Anleger bei der Beratung sehr einseitig informiert wurden.  Schiffsfonds sind spekulative Kapitalanlagen. Dennoch wurden sie von den Postbank-Beratern Kunden empfohlen, die auf der Suche nach Sicherheit waren. Nicht selten ging es in den Fällen der Kanzlei Dr. Stoll & Kollegen um die Altersvorsorgen, wenn zum Beispiel eine Abfindung oder geerbtes Geld angelegt werden sollte.

 

Risiken als Kehrseite der Renditechancen verschwiegen

 

Die Investition in einen Schiffsfonds wurde vielfach durch satte Renditeprognosen schmackhaft gemacht. Die Prognosen fielen bisweilen so üppig aus, dass sogar eine kreditfinanzierte Zeichnung eines Schiffsfonds als gewinnbringendes Geschäft dargestellt wurde. Die Kunden gingen davon aus, dass dies zutrifft, da nicht wenige zuvor noch nie von Schiffsfonds gehört hatten. Die erheblichen Risiken, die Schiffsfonds als Kehrseite der Renditechancen innewohnen, wurden oftmals nicht erwähnt oder als nebensächlich abgetan. Doch genau jene Risiken wie Verlustrisiken verwirklichten sich in den vergangenen Monaten dutzendfach. Für Schiffsfonds-Anleger, welchen nicht erklärt wurde, dass beispielsweise Ausschüttungen zurückgefordert werden können, sind entsprechende Forderungen bei Sanierungen oftmals eine Katastrophe. Nicht nur, dass das investierte Geld in Gefahr ist – sie sollen auch noch weiteres Geld einzahlen.

 

Ein solcher Fall unterstreicht, dass Schiffsfonds spekulative Kapitalanlagen sind, welche sich nicht für Anleger eignen, die auch der Suche nach Sicherheit und Verlässlichkeit sind. Unternehmensbeteiligungen sind vom Erfolg des Unternehmens abhängig und können daher nicht verlässliche Prognose über die Zukunft anstellen. Dass solche spekulativen Kapitalanlagen sich nicht für die sichere Altersvorsorge eignen, ist mittlerweile wiederholt von Gerichten festgestellt worden. Wurden Schiffsfonds dennoch für die Altersvorsorge empfohlen, stehen Schadensersatzansprüche wegen Falschberatung im Raum. Aber es gibt auch weitere schadenersatzauslösende Beratungsfehler; bei Schiffsfonds stellt sich beispielsweise immer die Frage nach der zutreffenden Aufklärung über Provisionen.

 

Unternehmensbeteiligung als sichere Altersvorsorge?

 

Kurz gesagt, die Anlageberatung durch die Postbank oder die Postbank Finanzvermittlung erfolgte nicht immer anhand der vom Bundesgerichtshof geforderten Maßstäbe der anleger- und anlagegerechten Beratung. Denn anders ist es nicht erklärbar, warum Kunden, die ausdrücklich eine Summe in ihre Altersvorsorge investieren wollten, ein risikobeladener Schiffsfonds empfohlen wurde. Doch auch von solch augenfälligen Falschberatungen abgesehen, wurde bei weitem nicht jedem Postbank-Kunden die richtige Kapitalanlage empfohlen.

 

Postbank-Kunden, die in einen Schiffsfonds investierten und befürchten, dass ihre Anlageberatung ebenfalls Mängel aufwies, können sich an einen Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht wenden, um ihre individuellen Chancen auf Schadensersatz wegen falscher Anlageberatung überprüfen zu lassen.

 

Weitere Informationen rund um das Thema Schiffsfonds:

www.schiffsfonds.eu

 

Einen Expertencheck von Rechtsanwälten für € 50.- finden Sie hier. Sie wissen danach, was Sie tun können:

http://www.dr-stoll-kollegen.de/kanzlei/kosten

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