Hansa Treuhand HT Flottenfonds III: Wann können Anleger Schadensersatz beanspruchen?

Hansa Treuhand HT Flottenfonds III: Wann können Anleger Schadensersatz beanspruchen?
02.01.2013411 Mal gelesen
Der Dachfonds Hansa Treuhand HT Flottenfonds III bedurfte 2012 eines Betriebsfortführungskonzepts, um den akuten Auswirkungen der Schifffahrtkrise etwas entgegenzusetzen. Wann können die Anleger des angeschlagenen Fonds Schadensersatz fordern?

Für den 2004 aufgelegten Dachfonds Hansa Treuhand HT Flottenfonds III sind zwei Containerschiffe und ein Tanker unterwegs. Jedoch wurden die MS HS Beethoven, die MS Merkur Bay und die MT HS Tosca von den Turbulenzen der Schifffahrtskrise erfasst, was auch Rückwirkungen auf den Dachfonds hatte, dem die Schiffe gehören. Im Jahr 2012 wurde daher ein Betriebsfortführungskonzept erforderlich, in dessen Rahmen ein Kapitalerhöhung durchgeführt wurde.

 

Zwar handelt es sich bei dem Geschehnissen rund um den Hansa Treuhand HT Flottenfonds III um Ereignisse, wie sie die Schifffahrtskrise dutzendfach hervorbrachte. Dennoch unterstreicht jeder dieser Fälle, dass Schiffsfonds und auch Dachfonds vom wirtschaftlichen Erfolg ihrer Schiffe abhängig sind. Ein Unternehmen – nichts anderes ist eine Schiffsbeteiligung – muss am Markt bestehen, um für die Anleger Renditen erwirtschaften zu können. Über diese und weitere Kennzeichen des Fonds Hansa Treuhand HT Flottenfonds III mussten Anleger vor der Investition im Rahmen einer anleger- und anlagegerechten Anlageberatung informiert werden.



Anlageberatung muss höchstrichterlichen Anforderungen genügen, ansonsten bestehen Schadensersatzansprüche der Anleger

 

Eine ordnungsgemäße Anlageberatung muss in zwei Schritten erfolgen. Zunächst müssen die Wünsche und Ziele des Anlegers ermittelt und werden und eine Kapitalanlage ausgewählt werden, die diese Vorgaben berücksichtigt. In einem zweiten Schritt müssen die Berater umfassend über die Kapitalanlage informieren: Wie funktioniert das Anlagemodell und welche Risiken bestehen? Die Berater dürfen also nicht nur die Vorteile und Chancen eines Finanzprodukts anpreisen, sie müssen auch über dessen Risiken aufklären. Schiffsfonds als Unternehmensbeteiligungen sind mit einem Insolvenzrisiko, Totalverlustrisiko und so wie diversen Betriebsrisiken behaftet.

 

Angesichts solcher Risiken war den Anlegern ein umfassendes und realistisches Bild der Kapitalanlage zu zeichnen, damit sie eine informierte Entscheidung über eine Investition fällen konnten. In diesem Zusammenhang stellt sich auch immer wieder die brisante Frage nach (versäumten) Hinweisen auf Provisionen. Wurde gegen eine Beratungspflicht verstoßen, können die Anleger Schadensersatz wegen falscher Anlageberatung fordern.

 

Für falsch beratene Anleger des Schiffsfonds Hansa Treuhand HT Flottenfonds III bestehen gute Chancen, dass sie sich von ihrer Beteiligung an dem Schiffsfonds trennen können und Schadensersatz fordern können. Die Anleger des Hansa Treuhand HT Flottenfonds III sollten nicht zögern, sich von einem Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht beraten zu lassen. Anleger können so ihre individuellen Chancen ausloten lassen, ob sie Schadensersatzansprüche erfolgreich durchsetzen können.
 

Weitere Informationen zum Thema Schiffsfonds und Schiffsbeteiligungen:

Infoseite www.schiffsfonds.eu

 

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Dr. Stoll & Kollegen Rechtsanwaltsgesellschaft mbH

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www.schiffsfonds.eu