Deutschlandfonds DBVI/DFO: Anspruch auf Einmalauszahlung des Auseinandersetzungsguthabens

17.12.2012705 Mal gelesen
Berlin, 17. Dezember 2012. Alle Anleger, die ihre DBVI/DFO-Beteiligung gekündigt haben, haben Anspruch auf eine Auseinandersetzungsbilanz und auf Auszahlung des darin ausgewiesenen Auseinandersetzungsguthabens. Und das als Einmalzahlung und nicht durch jahrelange (unbestimmte) Ratenzahlung.

Ratenzahlung ist unbefriedigend
Nach Kündigung ihrer Beteiligung sollten die Anleger umgehend ihre Auseinandersetzungsbilanz mitgeteilt und ihr darin ausgewiesenes Auseinandersetzungsguthaben ausgezahlt bekommen. Doch tatsächlich erteilt die DFO in den uns bekannten Fällen die Bilanz sehr verzögert, zahlt dann verspätet und das auch nur ratenweise.

Ratenzahlung ist rechtswidrig
Die Ratenzahlung ist vertragswidrig. Der Gesellschaftsvertrag besagt eindeutig, dass die Bilanz innerhalb der ersten sechs Monate nach dem Ausscheiden zu erstellen und das Guthaben auszuzahlen ist. Nur ausnahmsweise dann, wenn die Gesellschaft in dieser Zeit durch die Auszahlung in Liquiditätsengpässe geraten würde, ist eine Ratenzahlung vorgesehen. Wenn die DFO die Bilanzen meist erst ein Jahr nach Kündigung erstellt, kann sie sich nicht auf diese Ausnahme berufen.
Außerdem ist die Ratenzahlung für den Anleger nicht transparent, wenn er keinen verlässlichen Ratenzahlungsplan bekommt. Kein Anleger weiß also, wie lange sich die Auszahlung hinzieht und ob sie nicht möglicherweise irgendwann ganz ausbleibt.

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