Hannover Leasing Nr. 169 Maritime Werte 1: Was kommt auf den Schiffsfonds im Jahr 2013 zu?

Hannover Leasing Nr. 169 Maritime Werte 1: Was kommt auf den Schiffsfonds im Jahr 2013 zu?
10.12.2012316 Mal gelesen
Ein weiteres Mal mussten die Anleger des Schiffsfonds Hannover Leasing Maritime Werte 1 auf Ausschüttungen verzichten. Was wird auf die Schiffsbeteiligung im Jahr 2013 zukommen?

Der 169. Fonds des Emissionshauses Hannover Leasing ist ein Schiffsfonds namens Maritime Werte 1. Für die Anleger stellte sich die Schiffsbeteiligung bislang als eine alles andere als erfolgreiche Kapitalanlage. Die Ausschüttungen des Fonds, welcher in das Containerschiff MS Merkur Gulf investierte, fielen in den vergangenen Jahren wiederholt aus und es wird von Seiten des Schiffsfonds bereits angekündigt, dass sich dies bis „mindestens“ zum Ende Jahr 2013 nicht ändern werde.

 

2013 „weitere Maßnahmen erforderlich“

 

Und die Leistungsbilanz 2011, welche Ende 2012 erschien, hält noch weitere unangenehme Nachrichten hinsichtlich des Schiffsfonds Hannover Leasing Maritime Werte 1 bereit: Da die Einnahmen der MS Merkur Gulf wegen ausgesprochen niedriger Charterraten nicht ausreichen, um die Kosten zu decken, mussten Mitte 2012 Tilgungsstundungen mit der Bank vereinbart werden. Und hierbei scheint es sich nicht um die letzten Rettungsmaßnahmen für den Fonds Hannover Leasing Maritime Werte 1 zu handeln, da in der Leistungsbilanz nebulös angekündigt wird, dass 2013 „voraussichtlich weitere Maßnahmen erforderlich“ sind.

 

Der Schiffsfonds Hannover Leasing Maritime Werte 1 ist noch nicht in einem sicheren Hafen angelangt, und scheint sich auf weiteren Gegenwind einstellen zu müssen. Diese Entwicklung verdeutlicht, dass Schiffsfonds keineswegs verlässliche Kapitalanlagen sind. Unternehmensbeteiligungen – um nichts anderes handelt es sich bei einem Schiffsfonds – sind auf wirtschaftlichen Erfolg angewiesen. Über diese und weitere Kennzeichen des Fonds Hannover Leasing Maritime Werte 1 mussten Anleger vor der Investition im Rahmen einer anleger- und anlagegerechten Anlageberatung informiert werden.

 

Eine ordnungsgemäße Anlageberatung muss in zwei Schritten erfolgen. Zunächst müssen die Wünsche des Anlegers berücksichtigt werden und eine Kapitalanlage ausgewählt werden, die beispielsweise sicher ist. In einem zweiten Schritt müssen die Berater umfassend über die Kapitalanlage informieren: Wie funktioniert das Anlagemodell und welche Risiken bestehen? Die Berater dürfen also nicht nur die Vorteile und Chancen eines Finanzprodukts anpreisen, sie müssen auch über dessen Risiken aufklären.

 

Anleger mussten vor der Investitionsentscheidung umfassend informiert werden

 

Schiffsfonds als Unternehmensbeteiligungen sind mit einem Insolvenzrisiko, Totalverlustrisiko und so wie diversen Betriebsrisiken behaftet. Angesichts solcher Risiken war den Anlegern ein umfassendes und realistisches Bild der Kapitalanlage zu zeichnen, damit sie eine informierte Entscheidung über eine Investition fällen konnten. In diesem Zusammenhang stellt sich auch immer wieder die brisante Frage nach (versäumten) Hinweisen auf Provisionen. Wurde gegen eine Beratungspflicht verstoßen, können die Anleger Schadensersatz wegen falscher Anlageberatung fordern.

 

Schadensersatz bei Falschberatung

 

Für falsch beratene Anleger des Schiffsfonds Hannover Leasing Maritime Werte 1 bestehen gute Chancen, dass sie sich von ihrer Beteiligung an dem Schiffsfonds trennen können und Schadensersatz fordern können. Die Anleger der Schiffsbeteiligung Hannover Leasing Maritime Werte 1 sollten nicht zögern, sich von einem Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht beraten zu lassen. Anleger können so ihre individuellen Chancen ausloten lassen, ob sie Schadensersatzansprüche erfolgreich durchsetzen können.

 

Weitere Informationen:

Infoseite Hannover Leasing Schiffsfonds

 

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