KGAL Private Equity Class 10 – Anleger des Dachfonds können Schadensersatz einklagen lassen.

KGAL Private Equity Class 10 – Anleger des Dachfonds können Schadensersatz einklagen lassen.
19.11.2012257 Mal gelesen
Private-Equity-Dachfonds wie der KGAL Private Equity Class 10 eignen sich nicht für jeden Anleger und jedes Anlageziel, insbesondere handelt sich nicht um eine „risikofreie“ Investition.

Sieben Private-Equity-Fonds bilden die Investitionsobjekte des Dachfonds Private Equity Class 10, welcher in den Jahren 2008 und 2009 erhältlich war. Diese Zielfonds beteiligen sich an verschiedenen europäischen und US-amerikanischen Unternehmen im Wege der Übernahme. Im Jahr 2012 stellen  die Eurokrise und die schwachen Finanzmärkte dem KGAL Private Equity Class 10 und dessen Zielfonds und deren Unternehmen vor Herausforderungen.

 

Anleger, die sich fragen, ob die Beteiligung am KGAL Private Equity Class 10 die richtige Wahl war, können sich hinsichtlich ihrer rechtlichen Möglichkeit von einem Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht beraten lassen. Eine häufig erfolgversprechende Option ist es, die Beteiligung an einem geschlossenen (Dach)Fonds auf Schadensersatzansprüche zu überprüfen. Solchen können sich aus der Anlageberatung ergeben, wenn diese fehlerhaft ist. So muss beispielsweise das Risikoprofil des KGAL Private Equity Class 10 mit der Risikobereitschaft des Anlegers vereinbar sein.

 

Bei dem KGAL Private Equity Class 10 handelt es sich um einen Blind-Pool-Fonds, da die Auswahl der konkreten Zielfonds erst nach der Zeichnung passierte. Diese Art von Fonds darf von Seiten eines Anlegers keine risikofreie, d. h. sichere Kapitalanlage gewünscht werden, weswegen der KGAL Private Equity Class 10 nicht für jeden Anleger und jedes Ziel geeignet ist. Denn der Risikograd eines Private-Equity-Engagements hängt in erster Linie von der Solidität der Unternehmen ab, an welchen sicher der Private-Equity-Fonds beteiligt. Die Risiken wird auch nicht durch das „Einschieben“ einer weiteren Ebene – des Dachfonds – aufgehoben – die Risiken werden höchstens gestreut.

 

Private-Equity-Dachfonds sind keine „risikofreien“ Kapitalanlagen

 

Daneben musste die Beratung auch noch weiteren Anforderungen genügen; so mussten die Risiken und Nachteile, die mit der Beteiligung an einem Private-Equity-Dachfonds verbunden sind, realistisch dargestellt werden. Zum Beispiel die eingeschränkte Möglichkeit, sich von Fondsanteile zu trennen – der Zweitmarkt für gebrauchte Fondsanteile ist nicht geregelt und der Verkauf von Anteil am KGAL Private Equity Class 10 ist von der Nachfrage nach entsprechenden Fondsanteilen abhängig. Der vollständige Verkaufsprospekt musste rechtzeitig übergeben werden.

 

Private-Equity-Dachfonds werden auch wegen der hohen Kosten für die Anleger kritisiert, da eine recht hohe Rendite erzielt werden muss, bevor der Anleger die Kosten ausgeglichen hat. In diesem Zusammenhang sind die sogenannten weichen Kosten, welche nicht in die Investition, sondern in den Vertrieb und ähnliches fließen, von Bedeutung. Ein häufiger Mangel von Anlageberatungsgespräche ist die unzureichende Aufklärung der Anleger über Provisionen.

 

Anleger des KGAL Private Equity Class 10, deren Beratungsgespräch Defizite aufwies, haben gute Chancen, Schadensersatz fordern zu können. Wie gut die individuellen Chancen eines Anlegers sind, kann im Rahmen einer Überprüfung der Beteiligung an dem Dachfonds durch einen Fachanwalt ermittelt werden.

 

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