Offene Immobilienfonds und die Krise: Geplantes Verbot vom Tisch

Offene Immobilienfonds und die Krise: Geplantes Verbot vom Tisch
14.11.2012456 Mal gelesen
Offene Immobilienfonds in der Krise – Verbot vom Tisch

Ob es eine gute oder schlechte Nachricht für Kapitalanleger  ist, lässt sich nicht wirklich sagen. Zumindest eines steht fest: Das anfangs von Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) geplante Verbot neuer Offener Immobilienfonds Fonds zur Abwendung einer erneuten Krise, ist nach Informationen des Tagesspiegels aus Kreisen der Regierung vom Tisch. Nach dem Bericht zufolge soll es jedoch Einschränkungen für neu aufgelegte Fonds geben. Diese treten mit dem 1. Januar 2013 in Kraft und betreffen neue Halte- und Kündigungsfristen für offene Immobilienfonds. Hiernach können Privatanleger, die ihr vollständiges Kapital oder zumindest Teile davon aus dem Fonds abziehen möchten, lediglich noch 30.000 Euro pro Halbjahr abheben. Wer mehr will, der muss seine Beteiligung am Fonds kündigen, was nur noch einmal im Jahr möglich ist.

Gelten die neuen Regeln auch für alte Fonds?
Nein. Die ab 01. Januar 2013 in Kraft tretenden Regeln gelten nur für neu aufgelegte Fonds. Bereits bestehende Fonds bleiben somit von der Regelung unberührt.

Ziel der neuen Regelung soll es sein, eine finanzielle Schieflage und damit eine erneute Krise der Fonds und eine darauf gestützt Abwicklung – wie es derzeit bei vielen Offenen Immobilienfonds der Fall ist – zu vermeiden. Aktuell in der Abwicklungsphase befinden sie  Brachenschwergewichte wie u.a. der SEB ImmoInvest, der CS Euroreal oder der AXA Immoselect. Ursächlicher für die Abwicklung der erwähnten Fonds waren die massiven Rückgabebegehren der Anleger, die die Fonds nicht bedienen konnten.

Ob sich eine künftige Krise im der Bereich der Offenen Fonds tatsächlich  durch die neue Regelung verhindern lässt, bleibt abzuwarten.

Hilfe in der Krise? Fachanwalt hilft Betroffenen
Betroffene Anleger, die die aktuellen Abwicklungsphasen nicht abwarten möchten, könnten bereits jetzt Schadensersatzansprüchen geltend machen. So wurden beispielsweise in den uns bekannten Fällen, den auf Sicherheit bedachten Anlegern die Beteiligungen an offenen Immobilienfonds als nahezu Risikolos dargestellt. Über die mit dieser Investition verbundenen Risiken wurden viele – auch auf Nachfrage – nicht hingewiesen. Dies ist jedoch eine Tatsache, über die man hätte die Anleger aufklären müssen.

Die IVA Rechtsanwalts AG vertritt Anleger in Bezug auf Offene Immobilienfonds. Wir prüfen in einer persönlichen Beratung, ob auch Sie mit Aussicht auf Erfolg Ihre Ansprüche durchsetzen können.

Für weitere Informationen oder Fragen rund um das Thema Offene Immobilienfonds sowie deren Krise stehen wir Ihnen auf www.anlegerschutz.ag\OffeneImmo gerne zur Verfügung.

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