KGAL Private Equity Europa Plus Global 3 – Schadensersatzklagen für Anleger des Dachfonds

KGAL Private Equity Europa Plus Global 3 – Schadensersatzklagen für Anleger des Dachfonds
12.11.2012294 Mal gelesen
Nicht jede Anlageempfehlung ist richtig. Welche Rechte können Anleger des Dachfonds KGAL Private Equity Europa Plus 1 im Fall einer falschen Anlageberatung geltend machen?

Der Fondsanbieter ALCAS-KGAL brachte 2005 dessen zweiten auf Private Equity zielenden Publikumsfonds auf den Markt: den Dachfonds Private Equity Europa Plus Global 3. Dieser Fonds beteiligt sich an 27 verschiedenen Zielfonds. Deren Investitionsschwerpunkt liegt in Europa, Asien und den USA. Doch auch dieser breit aufgestellte Investitionsansatz konnte nicht verhindern, dass die Eurokrise und die schwachen Finanzmärkte ein herausforderndes Umfeld für den KGAL Private Equity Europa Plus Global 3 bereiteten.

 

Anleger, die sich fragen, ob die Beteiligung am KGAL Private Equity Europa Plus Global 3 die richtige Wahl war, können sich hinsichtlich ihrer rechtlichen Möglichkeit von einem Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht beraten lassen. Eine häufig erfolgversprechende Option ist es, die Beteiligung an einem geschlossenen (Dach)Fonds auf Schadensersatzansprüche zu überprüfen. Solchen können sich aus der Anlageberatung ergeben, wenn diese fehlerhaft ist. So muss beispielsweise das Risikoprofil des KGAL Private Equity Europa Plus Global 3 mit der Risikobereitschaft des Anlegers vereinbar sein.

 

Private-Equity-Dachfonds sind keine „risikofreien“ Kapitalanlagen

 

Bei dem KGAL Private Equity Europa Plus Global 3 handelt es sich um einen Blind-Pool-Fonds, da die Auswahl der konkreten Zielfonds erst nach der Zeichnung passierte. Diese Art von Fonds darf von Seiten eines Anlegers keine risikofreie, d. h. sichere Kapitalanlage gewünscht werden, weswegen der KGAL Private Equity Europa Plus Global 3 nicht für jeden Anleger und jedes Ziel geeignet ist. Denn der Risikograd eines Private-Equity-Engagements hängt in erster Linie von der Solidität der Unternehmen ab, an welchen sicher der Private-Equity-Fonds beteiligt. Die Risiken wird auch nicht durch das „Einschieben“ einer weiteren Ebene – des Dachfonds – aufgehoben – die Risiken werden höchstens gestreut.

 

Daneben musste die Beratung durch z. B.  die Dresdner Bank auch noch weiteren Anforderungen genügen; so mussten die Risiken und Nachteile, die mit der Beteiligung an einem Private-Equity-Dachfonds verbunden sind, realistisch dargestellt werden. Zum Beispiel die eingeschränkte Möglichkeit, sich von Fondsanteile zu trennen – der Zweitmarkt für gebrauchte Fondsanteile ist nicht geregelt und der Verkauf von Anteil am KGAL Private Equity Europa Plus Global 3 ist von der Nachfrage nach entsprechenden Fondsanteilen abhängig. Der vollständige Verkaufsprospekt musste rechtzeitig übergeben werden.

 

Private-Equity-Dachfonds werden auch wegen der hohen Kosten für die Anleger kritisiert, da eine recht hohe Rendite erzielt werden muss, bevor der Anleger die Kosten ausgeglichen hat. In diesem Zusammenhang sind die sogenannten weichen Kosten, welche nicht in die Investition, sondern in den Vertrieb und ähnliches fließen, von Bedeutung. Ein häufiger Mangel von Anlageberatungsgespräche ist die unzureichende Aufklärung der Anleger über Provisionen.

 

Schadensersatz für falsch beratene Anleger

 

Anleger des KGAL Private Equity Europa Plus Global 3, deren Beratungsgespräch Defizite aufwies, haben gute Chancen, Schadensersatz fordern zu können. Wie gut die individuellen Chancen eines Anlegers sind, kann im Rahmen einer Überprüfung der Beteiligung an dem Dachfonds durch einen Fachanwalt ermittelt werden.

 

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