Equity Pictures Medienfonds I: Schadensersatz von Verjährung bedroht

Equity Pictures Medienfonds I: Schadensersatz von Verjährung bedroht
09.11.2012373 Mal gelesen
Bei dem Equity Pictures Medienfonds I verjähren in Kürze die Ansprüche zahlreicher Anleger. Wie können Schadensersatzansprüche gesichert werden?

Medienfonds hielten in den letzten Monaten böse Überraschungen bereit, sodass sich nicht wenige Anleger fragen, ob sie deswegen Schadensersatz fordern können – so auch bei dem Equity Pictures Medienfonds I. Es gibt Ansatzpunkte für entsprechende Ansprüche wie beispielsweise die Haftung für falsche Anlageempfehlungen, jedoch entfällt für die Anleger des Equity Pictures Medienfonds I in Kürze die Möglichkeit Schadensersatzansprüche geltend zu machen.

 

Da die Zeichnung des Equity Pictures Medienfonds I bei den der Kanzlei Dr. Stoll & Kollegen vorliegenden Fällen oftmals im November und Dezember 2002 geschah, steht die Verjährung unmittelbar vor der Tür. Maximal 10 Jahre nach der Zeichnung können Schadensersatzansprüche wegen falscher Anlageberatung erfolgreich geltend gemacht werden. Daneben gibt es noch weitere Verjährungsfristen.

 

Verjährung kann gehemmt werden

 

Anleger, deren Anspruch „nur“ akut von der Verjährung bedroht ist, haben jedoch noch eine Chance, Schadensersatzansprüche zu sichern. Die Verjährung kann durch anwaltliche Maßnahmen gehemmt werden. Ist die Verjährung gehemmt, können Ansprüche auch über das eigentliche „Verfallsdatum“ hinaus erfolgreich geltend gemacht werden. Doch wann stehen Anlegern der Equity Pictures Medienfonds I überhaupt Schadensersatzansprüche zu?

 

Ein möglicher Ansatzpunkt für Schadensersatzansprüche ist – wie bereits angesprochen - die Anlageberatung. Wurde diese nicht den Anforderungen an eine anleger- und anlagegerechte Beratung gerecht, können Anleger der Equity Pictures Medienfonds I Schadenersatz fordern. Grob umrissen müssen im Rahmen einer ordnungsgemäßen Anlageberatung zunächst die Ziele des Anlegers erforscht werden und in einem zweiten Schritt sollen die Berater Kapitalanlagen, die zu diesen Zielen passen, möglichst umfassend und realistisch darstellen.

 

In der Praxis leiden nicht wenige Anlageberatungsgespräche unter erheblichen Mängeln. Zu den häufigen Fehlern zählt, dass nicht darauf hingewiesen wurde, dass es sich bei den Equity Pictures Fonds um ein Unternehmen mit einem Totalverlustrisiko handelt. Da die Anleger ihre Beteiligung an dem Equity Pictures Medienfonds I teilweise über einen Kredit finanzierten, wiegt das Verlustrisiko umso schwerer, da der Kredit auch weiterhin zu tilgen ist. Auch eine ordnungsgemäße Aufklärung über Provisionen erfolgte nicht immer.

 

Weitere Informationen:

Infoseite Medienfonds und Filmfonds

 

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