Schiffsfonds für Altersvorsorge ungeeignet - Anspruch auf Schadensersatz bei fehlerhafter Anlagevermittlung!

08.11.2012354 Mal gelesen
Berlin, den 8. November 2012. Erneut hat ein Oberlandesgericht unmissverständlich festgestellt, dass Schiffsfondsbeteiligungen nicht an Anlageinteressenten vermittelt werden dürfen, die eine Geldanlage zur Alterssicherung wünschen.

Schiffsfondsbeteiligungen sind Risikoanlagen
Anlagen, bei denen das Risiko eines Totalverlustes besteht, sind für die Altersvorsorge und Alterssicherung grundsätzlich nicht geeignet. Schiffsfonds sind unternehmerische Beteiligungen, die eine Vielzahl von Risiken bis zum Totalverlustrisiko bergen. Wie real dieses Risiko ist, zeigen gerade gegenwärtig die vielen Insolvenzen in der Schiffsbranche.

Schiffsfonds ist keine Altersvorsorge - Falschberatung
Anlegergerechte Beratung setzt voraus, dass die Bank bzw. der Finanzdienstleister die Anlagewünsche, die vom Kunden mit der Anlage verfolgten Ziele und die Risiken, die er einzugehen bereit ist, erfragt und diese bei der Empfehlung seiner Anlageprodukte berücksichtigt. Wer sein Geld zur Altersvorsorge anlegen will, darf dann keine Schiffsfonds vermittelt bekommen.

Haftung des Vermittlers trotz Risikoaufklärung im Prospekt
Ein Anlagevermittler schuldet seinem Kunden richtige und vollständige Informationen über diejenigen Umstände, die für dessen Anlageentschluss von Bedeutung sind. Oft übergeben dafür die Vermittler ihrem Kunden einen Prospekt. Das muss aber so rechtzeitig vor dem Vertragsschluss geschehen, dass der Anlageinteressenten dessen Inhalt noch zur Kenntnis nehmen kann. Trotz rechtzeitiger Übergabe eines ordnungsgemäßen Prospekts haftet der Vermittler wegen falscher Angaben aber dann, wenn er davon abweichende oder weitergehende Angaben über die Beteiligungsgesellschaft macht und so die im Prospekt enthaltenen Risikohinweise entkräftet. So aktuell das Oberlandesgericht München in seinem Urteil vom 25.09.2012 (Az.: 18 U 4290/11).
Aussagen des Vermittlers, wie „das sind nur theoretische Risiken“, „das ist eine Formalie“ oder „die Risikohinweise gleichen den Nebenwirkungshinweisen auf dem Beipackzettel der Medikamente“, suggerieren dem Anlageinteressenten eine nicht vorhandene Sicherheit. Kommt es daraufhin zum Abschluss einer Schiffsfondsbeteiligung und erleidet der Anleger später Verluste, so hat er Anspruch auf Schadenersatz.

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Referenz
Wir wurden von der „Wirtschaftswoche“ als „Top-Anlegerschutzkanzlei“ ausgewiesen. Unsere Fachanwälte für Bank- und Kapitalmarktrecht vertreten seit Jahren geschädigte Schiffsfondsanleger. Wir arbeiten dabei eng mit Experten des Schiffsmarktes und der Schiffsfinanzierung zusammen und nutzen so gezielt Insiderkenntnisse für unsere Mandanten.

Literaturhinweis
Wir publizieren ständig zur Anlagevermittlung und Anlageberatung in der Fachpresse.
Gängel/Gansel, Die Anforderungen an die Vermittlung von Kapitalanlagen und die Beratung von Kapitalanlegern, Neue Justiz, 2010, S. 312 ff.

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